Viele uns vertraute Alltagsgegenstände finden sich im Strandmüll wieder / Foto: Robert Hofrichter

Am 4. Oktober 2022 fand an Stränden in der Kvarner Bucht die größte Müllsammelaktion unserer jüngeren Geschichte statt. Beteiligt waren drei Schiffe und fast 90 Teilnehmende aus mindestens 5 Ländern, darunter auch einige unserer Freunde vom Österreichischen Naturschutzbund.

Die Zutaten der erfolgreichen Aktion:
  • Eine solide Informationsbasis – diese hat MareMundi aus erster Hand
  • der Wille, es zu tun
  • ein starkes, motiviertes Team
  • kompetente Kooperationspartner vor Ort: Ponikve
  • ein Sponsor, der Lob verdient: MARUBIS
  • kluge Schüler und ihre klugen Lehrer, die begreifen, wie ernst die Lage ist: Realgymnasium Rämibühl Zürich
  • gute Schiffe, deren Eigentümern die Umwelt nicht gleichgültig sein kann: b. Košljun, M/Y Otac Roko und Styria Gueni und ein unterstützendes Beiboot, das uns zu abgelegenen Stränden gebracht hat
  • und noch einiges mehr.
Warum der ganze Aufwand?

Kunststoff bzw. Plastik ist eines der großen Umweltprobleme der Moderne. Dennoch: Ein allgemeines Verbot von Plastik ist heute nicht durchsetzbar, und wäre auch nicht sinnvoll. Es ist der verantwortungslose und gleichgültige Umgang des Menschen mit Plastik, der es zu einem Problem macht. Darum sind Umwelterziehung und Bewusstseinsbildung entscheidend. MareMundi setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Plastik ein.

Bei unserer Sammelaktion ging es um zweierlei Ziele: Wir wollten aufräumen, also Plastik und anderen Müll aus der Umwelt entfernen, und gleichzeitig haben wir Daten gesammelt. Unter Anleitung von Ponikve wollen wir herausfinden:

  • Welche Kunststoffarten finden sich zu welcher Jahreszeit?
  • An welchen Stränden liegt am meisten?
  • Um was für Gegenstände handelt es sich?
  • Wird der Müll hauptsächlich vom Meer angespült, oder kommt er von Menschen am Strand?
  • Wer sind die Hauptverursacher der Verschmutzung?

Dies braucht ein sehr zeit- und arbeitsintensives Monitoring-Programm. Wir hoffen, dass unsere Forschung beitragen wird zu langfristig besserem Umweltschutz.

Fleißige Schüler und Teamwork auf allen Ebenen – Müll Sammeln, Sortieren, ergänzende Vorträge zur Thematik / Fotos: MareMundi Team

Ein ganz besonderes Dankeschön des MareMundi-Teams geht an unsere langjährige Unterstützerin und Mitarbeiterin Ingrid Meemken, die eigens aus Berlin angereist ist, um mitzumachen! Das motiviert.

Hilf auch Du aktiv mit, durch mehr Forschung, Bildung und Schutzprojekte die Schönheit des Mittelmeeres zu erhalten!

Die M/Y Otac Roko, im Einsatz für den Umweltschutz / Foto: Robert Hofrichter



Bericht: Robert Hofrichter
Redaktion: Christina Widmann, Helmut Wipplinger, Julian Robin
Fotos: Robert Hofrichter, MareMundi Team