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das_mittelmeer:ueberfischung:wege_zu_einer_nachhaltigen_fischerei

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das_mittelmeer:ueberfischung:wege_zu_einer_nachhaltigen_fischerei [2015/09/01 16:42]
jakob angelegt
das_mittelmeer:ueberfischung:wege_zu_einer_nachhaltigen_fischerei [2015/09/04 13:17] (aktuell)
jakob
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 Der Großteil der Fischerei im Mittelmeer wird von den Staaten betrieben, die zur Europäischen Union gehören. Bei der Ausbeutung kleiner pelagischer und bodennaher Fischpopulationen gibt es kaum Länderkonflikte,​ da diese Bestände meist nur von der lokalen Fischerei genutzt werden. Der Großteil der Fischerei im Mittelmeer wird von den Staaten betrieben, die zur Europäischen Union gehören. Bei der Ausbeutung kleiner pelagischer und bodennaher Fischpopulationen gibt es kaum Länderkonflikte,​ da diese Bestände meist nur von der lokalen Fischerei genutzt werden.
-Die Fischerei auf große pelagische Fischarten hingegen ist international und führt oft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Ländern. Ziel der gemeinsamen Fischereipolitik der EU für das Mittelmeer ist es, ein Gleichgewicht zwischen Fischereikapazität und verfügbaren Ressourcen für die EU-Mitgliedsstaaten herzustellen. Hintergrund dieses Bestrebens ist die Erkenntnis, dass ein Management der Ressourcen durch Fangquoten wie im Atlantik und in der Nordsee für die Mehrartenfischerei im Mittelmeer nicht geeignet ist. Aufgrund der geringen Größe des Mittelmeeres haben die Anrainerstaaten keinen Anspruch auf eine Wirtschaftszone von 200 Seemeilen (1 nautische Meile = 1853,18 Meter) erhoben, sondern die territorialen Gewässer erstrecken sich bei fast allen Mittelmeeranrainerstaaten über 12 Seemeilen; lediglich die Türkei und Griechenland beanspruchen 6 Seemeilen, Syrien 35 Seemeilen. Daher versucht die EU in Zusammenarbeit mit dem General Fisheries Council for the Mediterranean (GFCM) einen Konsens mit Nicht-EU-Staaten bezüglich des Managements der Fischerei im Mittelmeer zu finden.+Die Fischerei auf große pelagische Fischarten hingegen ist international und führt oft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Ländern. Ziel der gemeinsamen Fischereipolitik der EU für das Mittelmeer ist es, ein Gleichgewicht zwischen Fischereikapazität und verfügbaren Ressourcen für die EU-Mitgliedsstaaten herzustellen. Hintergrund dieses Bestrebens ist die Erkenntnis, dass ein Management der Ressourcen durch Fangquoten wie im Atlantik und in der Nordsee für die Mehrartenfischerei im Mittelmeer nicht geeignet ist. Aufgrund der geringen Größe des Mittelmeeres haben die Anrainerstaaten keinen Anspruch auf eine Wirtschaftszone von 200 Seemeilen (1 nautische Meile = 1.853,18 Meter) erhoben, sondern die territorialen Gewässer erstrecken sich bei fast allen Mittelmeeranrainerstaaten über 12 Seemeilen; lediglich die Türkei und Griechenland beanspruchen 6 Seemeilen, Syrien 35 Seemeilen. Daher versucht die EU in Zusammenarbeit mit dem General Fisheries Council for the Mediterranean (GFCM) einen Konsens mit Nicht-EU-Staaten bezüglich des Managements der Fischerei im Mittelmeer zu finden.
  
 Die Folgen der Überfischung sind längst bekannt, doch erst jetzt werden zögerlich Maßnahmen ergriffen. So sind ab dem 1. Januar 2002 Treibnetze z. B. zum Fang von Tun- und Schwertfischen für die EU-Fischereinationen verboten. Die Folgen der Überfischung sind längst bekannt, doch erst jetzt werden zögerlich Maßnahmen ergriffen. So sind ab dem 1. Januar 2002 Treibnetze z. B. zum Fang von Tun- und Schwertfischen für die EU-Fischereinationen verboten.
das_mittelmeer/ueberfischung/wege_zu_einer_nachhaltigen_fischerei.txt · Zuletzt geändert: 2015/09/04 13:17 von jakob