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das_mittelmeer:ozeanographie:ozeanographie_einleitung

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das_mittelmeer:ozeanographie:ozeanographie_einleitung [2015/09/04 13:40]
jakob
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jakob
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     * **Seegang:​** durch den Wind erzeugte Wellenbewegung der Meeresoberfläche,​ mit Ausnahme der kleinen Kräuselwellen. >  Windsee, >  Dünung.     * **Seegang:​** durch den Wind erzeugte Wellenbewegung der Meeresoberfläche,​ mit Ausnahme der kleinen Kräuselwellen. >  Windsee, >  Dünung.
  
-    * **Seiches:​** Vor allem in weitgehend abgeschlossenen Becken können durch Windstau und Luftdruckveränderungen lange, stehende Wellen entstehen, die als Seiches bezeichnet werden. Sie können kurzperiodisch (weniger als eine Stunde) bis langperiodisch sein (länger als ein Tag). Allgemein rufen die Seiches nur geringe Wasserstandsschwankungen hervor, durch Resonanzerscheinungen können sie aber auf über einen Meter verstärkt werden. Vor allem in gezeitenarmen Nebenmeeren,​ wie dem Mittelmeer, können Seiches die Wasserversetzung der Gezeiten übertreffen. Der Begriff Seiches wurde von F. A. Forel geprägt, der im Genfer See solche Wasserstandsschwankungen (Schaukelwellen) beschrieb.+    * **Seiches:​** Vor allem in weitgehend abgeschlossenen Becken können durch Windstau und Luftdruckveränderungen lange, stehende Wellen entstehen, die als Seiches bezeichnet werden. Sie können kurzperiodisch (weniger als eine Stunde) bis langperiodisch sein (länger als ein Tag). Allgemein rufen die Seiches nur geringe Wasserstandsschwankungen hervor, durch Resonanzerscheinungen können sie aber auf über einen Meter verstärkt werden. Vor allem in gezeitenarmen Nebenmeeren,​ wie dem Mittelmeer, können Seiches die Wasserversetzung der Gezeiten übertreffen. Der Begriff Seiches wurde von [[https://​de.wikipedia.org/​wiki/​Fran%C3%A7ois-Alphonse_Forel | F. A. Forel]] geprägt, der im Genfer See solche Wasserstandsschwankungen (Schaukelwellen) beschrieb.
  
     * **Schichtung und Variabilität:​** Abgesehen von den erwähnten konvektiven Mischungsvorgängen ist der Ozean immer stabil geschichtet,​ das heißt, die potenzielle Dichte nimmt nach unten stetig zu. Die Tiefen der Isodichteflächen unterliegen aber wellenartigen Schwankungen. Diese reichen von internen Schwerewellen in Oberflächennähe mit Perioden von weniger als einer Stunde bis zu so genannten mesoskaligen Vorgängen (die dynamisch den Hochs und Tiefs der Atmosphäre entsprechen) im Bereich einiger Monate. Darüber hinaus gibt es Vorgänge mit Jahresperiode,​ aber auch interannuelle Variabilität wird beobachtet. Antrieb dieser Vorgänge sind die Gezeiten, das variable Wind- und Luftdruckfeld sowie Dichteantrieb durch zeitlich veränderliche Aufprägung von Temperatur und Salzgehalt an der Meeresoberfläche.     * **Schichtung und Variabilität:​** Abgesehen von den erwähnten konvektiven Mischungsvorgängen ist der Ozean immer stabil geschichtet,​ das heißt, die potenzielle Dichte nimmt nach unten stetig zu. Die Tiefen der Isodichteflächen unterliegen aber wellenartigen Schwankungen. Diese reichen von internen Schwerewellen in Oberflächennähe mit Perioden von weniger als einer Stunde bis zu so genannten mesoskaligen Vorgängen (die dynamisch den Hochs und Tiefs der Atmosphäre entsprechen) im Bereich einiger Monate. Darüber hinaus gibt es Vorgänge mit Jahresperiode,​ aber auch interannuelle Variabilität wird beobachtet. Antrieb dieser Vorgänge sind die Gezeiten, das variable Wind- und Luftdruckfeld sowie Dichteantrieb durch zeitlich veränderliche Aufprägung von Temperatur und Salzgehalt an der Meeresoberfläche.
das_mittelmeer/ozeanographie/ozeanographie_einleitung.txt · Zuletzt geändert: 2015/09/04 13:43 von jakob