Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


das_mittelmeer:ozeanographie

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen Revision Vorhergehende Überarbeitung
das_mittelmeer:ozeanographie [2015/09/04 13:22]
jakob
das_mittelmeer:ozeanographie [2015/09/04 13:23] (aktuell)
jakob
Zeile 14: Zeile 14:
 konnte sowohl physikalisch-chemische als auch biologische Aspekte einschließen. “Verbindung der Geographie des Meeres mit der Physik und Chemie”, “Küstengeographie”,​ “Physiographie des Meeres”, “Hydrographie“ und “maritime Meteorologie” sind nur einige Buchtitel oder angestrebte Namenskreationen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie zeigen, dass der Terminus “Ozeanographie” nicht auf geradem Weg entstanden ist, und erklären zum Teil die bis heute anhaltende Unsicherheit bei der Verwendung der abgehandelten Begriffe. konnte sowohl physikalisch-chemische als auch biologische Aspekte einschließen. “Verbindung der Geographie des Meeres mit der Physik und Chemie”, “Küstengeographie”,​ “Physiographie des Meeres”, “Hydrographie“ und “maritime Meteorologie” sind nur einige Buchtitel oder angestrebte Namenskreationen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie zeigen, dass der Terminus “Ozeanographie” nicht auf geradem Weg entstanden ist, und erklären zum Teil die bis heute anhaltende Unsicherheit bei der Verwendung der abgehandelten Begriffe.
  
-Zusätzliche Verwirrung stiftete der unterschiedliche Gebrauch bzw. die Bewertung der einzelnen Termini in anderen europäischen Sprachen. Im Französischen etwa werden Ozeanologie und Ozeanographie vielfach gleichbedeutend gebraucht. Älter noch als die bisher genannten Begriffe und einst häufig verwendet ist das erwähnte Wort **Thalassographie** (thalassography,​ talassografia) oder auch **thalasso Biologie** (vor allem im Italienischen als talasso biologia). Die Begriffe leiten sich aus dem griechischen (vorhellenischen) Wort thálassa ab, unter dem die Griechen vor allem das Mittelmeer verstanden haben, im Gegensatz zum mythenumwobenen Okeanos jenseits der Grenzen der ihnen damals gut vertrauten Welt innerhalb der [[https://​de.wikipedia.org/​wiki/​S%C3%A4ulen_des_Herakles ​“Säulen des Herakles“]] ​ (Gibraltar).+Zusätzliche Verwirrung stiftete der unterschiedliche Gebrauch bzw. die Bewertung der einzelnen Termini in anderen europäischen Sprachen. Im Französischen etwa werden Ozeanologie und Ozeanographie vielfach gleichbedeutend gebraucht. Älter noch als die bisher genannten Begriffe und einst häufig verwendet ist das erwähnte Wort **Thalassographie** (thalassography,​ talassografia) oder auch **thalasso Biologie** (vor allem im Italienischen als talasso biologia). Die Begriffe leiten sich aus dem griechischen (vorhellenischen) Wort thálassa ab, unter dem die Griechen vor allem das Mittelmeer verstanden haben, im Gegensatz zum mythenumwobenen Okeanos jenseits der Grenzen der ihnen damals gut vertrauten Welt innerhalb der [[https://​de.wikipedia.org/​wiki/​S%C3%A4ulen_des_Herakles ​“Säulen des Herakles“]] ​ (Gibraltar).
  
 Spuren hinterlassen hat der historisch gewachsene Unterschied zwischen der Erforschung des Benthals und jener des Pelagials. Etwas vereinfacht dargestellt:​ Das stark von Organismen geprägte Reich des Meeresgrundes (Benthal) wurde seit dem Aufschwung der Meereswissenschaft im 19. Jahrhundert vor allem von Zoologen bzw. Biologen studiert; das Reich des offenen Wasserkörpers (Pelagial), dessen Hauptmasse “nur aus Wasser“ besteht, von Ozeanographen verschiedener Fachdisziplinen (vgl. “Ozeanographie“). Die zwei “Reiche“ sind in der Tat recht verschiedenartig,​ und ihre Erforschung verlangt nach entsprechend unterschiedlichen Methoden. Spuren hinterlassen hat der historisch gewachsene Unterschied zwischen der Erforschung des Benthals und jener des Pelagials. Etwas vereinfacht dargestellt:​ Das stark von Organismen geprägte Reich des Meeresgrundes (Benthal) wurde seit dem Aufschwung der Meereswissenschaft im 19. Jahrhundert vor allem von Zoologen bzw. Biologen studiert; das Reich des offenen Wasserkörpers (Pelagial), dessen Hauptmasse “nur aus Wasser“ besteht, von Ozeanographen verschiedener Fachdisziplinen (vgl. “Ozeanographie“). Die zwei “Reiche“ sind in der Tat recht verschiedenartig,​ und ihre Erforschung verlangt nach entsprechend unterschiedlichen Methoden.
das_mittelmeer/ozeanographie.txt · Zuletzt geändert: 2015/09/04 13:23 von jakob