Meer erleben – Jugendliche lernen mit Hilfe von MARUBIS mehr über die Bedeutung/ökologische Zukunft des Mittelmeeres

Es ist nicht zum ersten Mal, dass der Verein Mariner Arten- und Biotopschutz e.V., kurz MARUBIS, MareMundi bei seinen Bemühungen um mehr Forschung, Bildung und Meeresschutz unterstützt.

Seit mehreren Jahren hilft uns MARUBIS finanziell, wenn es darum geht wichtige Projekte umzusetzen, deren Realisierung nur noch etwas Geld fehlt.

Berichte für zwei Beispiele dieser Zusammenarbeit:

https://mare-mundi.org/maremundi-projekt-posidonia-episode-1/

https://mare-mundi.org/mare-mundi-on-air-bei-der-schule-am-meer/

 

Im Mai 2019 war es wieder soweit: Zwei Klassen der ASO – Stadt Salzburg besuchten unsere Schule am Meer in Punat , begleitet von vier Pädagoginnen und in Begleitung des Schulsozialarbeiters und Biologen Dr. Gernot Bergthaler (auch bekannt als Dr. Spider).

Für viele SchülerInnen war es ihre allererste Begegnung mit dem Meer sein. An unserer Schule am Meer begrüßen wir alljährlich sehr viele verschiedenen Schultypen aus vier Ländern, am häufigsten sind es Gymnasien. Für viele Schüler aus sozial besser gestellten Bevölkerungsschichten ist die Begegnung mit dem Meer nahezu selbstverständlich. Doch leben in unserer Gesellschaft auch immer mehr Kinder und Jugendliche, denen solche Erfahrungen aus verschiedensten Gründen verwehrt bleiben. Dabei wäre Naturnähe und Naturerfahrung von größter Bedeutung für die persönliche Entwicklung junger Menschen, etwas, worauf sie später in jeder Hinsicht bauen können. Unser Verein hat sich mit Hilfe von MARUBIS bemüht benachteiligten  Jugendlichen und jenen mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf neue, andere Perspektiven zu zeigen – mit der Möglichkeit den eigenen Horizont zu erweitern. Zugleich war es uns ein wichtiges Anliegen auf die Bedrohung des Mittelmeeres und darüber hinaus der natürlichen Umwelt im globalen Ausmaß hinzuweisen.

An drei Tagen erkundeten wir mit dem Bus und unseren Partnerschiffen die Insel Krk und seine Umgebung in der Kvarner Bucht. Im Mai blüht die mediterrane Landschaft voll auf und ist voll der Düfte der vielen Kräuter. Auf jedem Schritt gilt es Neues zu entdecken: blühende und duftende Pflanzen, Schmetterlinge, Spinnen, Eidechsen und manchmal auch größere Tiere wie etwa die Geier auf der Insel Plavnik.

Während der Exkursion kreisen die Gänsegeier der Insel über unserem Schiff – nicht nur unter Wasser gibt es beeindruckende Lebewesen zu entdecken

Dabei gelang es allen, aus dem teils belastenden Alltag auszubrechen, die eigenen Sorgen hintanzustellen, und sich auf die neuen Eindrücke mit allen Sinnen einzulassen. Eine Reizüberflutung natürlicher Art, die allen langanhaltende Freude bereitete.

Haben wir nicht immer öfter mit diesem Problem zu kämpfen: Wir sehen nur noch die eigenen Probleme und konzentrieren uns zu sehr nur auf sie. Eine starke Verbundenheit mit der Natur in Form von Empathie und Mitgefühl den Kreauren der Natur gegenüber lenkt von den eigenen Problemen ab.

Man stellt fest: auch all diese Lebewesen haben ihre Probleme, und viele von ihnen verursachen wir Menschen. Nicht nur die jungen Menschen der Allgemeinen Sonderschule für besondere Bedürfnisse brauchen die Möglichkeit für veränderte Sichtweisen und somit Erlebnisse und Denkanstöße, wir alle brauchen sie, die ganze Weltgemeinschaft.

Die Bewegung Fridays for future zeigt es deutlich: jungen Menschen ist es bewusst, dass es um ihre Zukunft geht, die sie in die eigenen Hände nehmen wollen. Ihnen ist bewusst, dass derzeit die Grundlagen für ein gutes und nachhaltiges Leben zerstört werden. Eine empathischere und naturverbundenere Zivilisation könnte neue Wege beschreiten.

Projekte, wie die Schule am Meer bringen die in Zukunft mitgestaltenden Generationen an das heran, von dem sich der Mensch, die Menschheit zunehmend entfernt: die Natur!

Gernot Bergthaler „Dr. Spider“ hat auch einen schönen Film zu dieser Reise gemacht:

 

Danke noch einmal an MARUBIS für die Unterstützung – 20 Jugendliche der ASO Salzburg konnten eine wichtige und inspirierende Erfahrung machen und wurden von beeindruckenden Erlebnissen in und am Meer geprägt! Vielleicht ist MARUBIS damit ein Vorbild für andere: oft reichen nur verhältnismäßig geringe Mittel, um viel zu bewegen oder zumindest ein konkretes Projekt umzusetzen!

 

 

Text: Dr. Robert Hofrichter

Fotos: Maria und Robert Hofrichter,  MareMundi, Gernot Bergthaler

Redaktion: Dr. Walter Buchinger, Stefan Haardt, Gernot Bergthaler