Foto-Kurzbericht: fnz-Bären-Pilze-Tour, August 2007

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Dr. Robert Hofrichter
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Foto-Kurzbericht: fnz-Bären-Pilze-Tour, August 2007

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 30 Aug 2007 17:37

Reiseberichte Malá Fatra
fnz-Bären-Pilze-Tour
Malá Fatra, August 2007
Foto-Kurzbericht


Bild Die wunderbarste Spur eines Jungbären, die Vlado jemals gefunden hat ... Die Spur war noch ganz frisch, vielleicht nur eine halbe Stunde alt.

Es war eine kleine Gruppe: Eva und Kamillo Pokorny (Nellas Eltern) und „die Wipplingers“ (Papa Helmut mit Beatrice und Dominic), wie immer angeführt von Vlado Trulík und an manchen Tagen auch Milos Majda. Einige wenige aus der „alten Garde“ beschlossen allerdings die Gruppe zumindest die ersten drei Tage zu begleiten: Franziska (Anderle) sowie Maruska und Robert (Hofrichter), um wieder die wunderschöne Natur des Nationalparks Malá Fatra zu erleben - mit der Hoffnung auf Bärensichtungen (= medved) und auf viele Pilze (= huby) - und um der kleinen Gruppe Gesellschaft zu leisten.

Bild Dass sich in diesen Lebensräumen Bär, Wolf und Luchs wohl fühlen verwundert uns nicht ... Auch wir fühlen uns wohl.

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Zumindest an diesen drei ersten Tagen war uns das Wetter wohlgesonnen. Über dem „Stratenec“ sind zwar zeitweise dunkle Wolken aufgezogen und Erinnerungen an das Unwetter während unserer Tour im Mai 2007 wurden wach, doch so schnell die Wolken gekommen sind, so schnell haben sie sich wieder verzogen. Und die Sonne strahlte wieder über dem Lebensraum der medveds …

Die spätsommerlichen Hänge des Stratenec sind für Bären ein wahres kulinarisches Paradies - und nicht nur für sie. Süße Beeren aller Art reifen im August in rauen Mengen - wichtige Lebensgrundlage für die Bärenpopulation der Malá Fatra. Der kleine Nationalpark ist immerhin Heimat von bis zu 80 Bären!

Bild Corpus delicti am Dorfrand: Bären lieben Zwetschken! Die Losung verrät den Dieb ...

Mit dieser kleinen Bildauswahl wollen wir unsere Erlebnisse und Eindrücke mit denen teilen, die diesmal nicht dabei sein konnten. Einen Bären haben wir an den ersten drei Tagen nicht gesehen, allerdings sehr schöne frische Spuren. Wir halten der Gruppe fest die Daumen, dass sie in an den verbleibenden Tagen vielleicht doch das Glück einer Bärensichtung haben!

Der erste Tag: Kubínska Hola

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Wir beginnen die Tour gleich mit einem Höhepunkt, der Kubínska Hola. Dieser langgezogene Bergrücken bildet einen wichtigen Korridor für Wölfe, deren Losungen und Spuren wir hier regelmäßig finden. Hier leben auch zahlreiche Bären. Auch auf ihre Spuren stoßen wir oft. Gelegentlich findet unser Nationalpark-Guide Milos oder Vlado auch Spuren oder Risse von Luchsen. Alle drei der „großen Drei“ leben hier - ein phantastischer Wald und Lebensraum.

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Bild Der Maronenröhrling (Xerocomus badius) wächst vor allem in Fichtenwäldern.

Bild Die Freude über die Beute ist groß ...

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Bild Der "Forellenabend" ist legendär. Diesmal waren nicht nur zahlreiche Kräuter in der Fülle, sondern auch mindestens fünft Arten von Pilzen. Köstlich!


Der zweite Tag: Stratenec
Der Ausflug des zweiten Tages führte uns auf den Stratenec - rund um seinen Gipfel findet man die besten „Bärenplätze“ des Nationalparks. Grandiose Landschaften, wunderschöne Urwälder, durch Blumen bedecke Bergwiesen, eine richtige Wildnis.

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Bild Der Aufstieg auf den Stratenec ist schweißtreibend. Eine kurze Pause vor dem Gipfelsieg ...

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Bild Einfach wunderbar: irgendwo auf der "Rückseite" des Stratenec.

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Bild Wir suchen und suchen ..., entdecken aber an diesem Tag keinen Bären. Es ist relativ warm und das mögen die Bären nicht. Wahrscheinlich ruhen sie in ihren Lagern und warten auf die kühlere Abenddämmerung.

Bild Ein einsames Erdkrötenweibchen hat sich auf den Stratenec verirrt.

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Bild Viele Heuschrecken und sonstige Insekten bevölkern die artenreichen Bergwiesen. Zu Franziskas Freude ... :lol:

Bild Hier geht es um einen "Überfall", oder eher um Rache. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Da Vlado am Vortag manchen der Damen Heidelbeeren ins Gesicht schmierte, weil das angeblich als Tarnung für die Wildtierbeobachtung notwendig war, zahlten es ihm die Damen an diesem Tag zurück ...

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Der dritte Tag: Jánosikovci & Land & Leute

Bild Hier lebte Juraj Janosik ...

Bild In der kleinen Siedlung Jánosikovci heißt angeblich jedes männliche Wesen Juraj Jánosik ...

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Bild Kamillo ist mit der Verkostung von "borovicka" zufrieden ...

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Bild Das war einmal die Filmkulisse für einen Jánoíik-Film (der angeblich nie ausgestrahlt wurde)

Bild Franziska testet ein nicht mehr ganz funktionstüchtiges Gefährt.

Bild Überall in den wassergefüllten Radspuren finden sich zahlreiche Gelbbauchunken (Bombina variegata).

Bild Wandern macht müde. Die Wipplingers rasten...

Bild Kurz vor dem Abschied am Dienstag Abend :cry:

Ein wenig Kultur

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Die Folkloregruppe „Javornícek“ sorgte wie immer bei unseren Besuchen für gute Stimmung. Die jungen Musiker zwischen 13 und 18 gehören bereits zu den besten "ihrer Art" in der Slowakei; sie spielen unverfälschte, ursprüngliche Volksmusik, wie sie in den Bergen der Slowakei schon vor Jahrhunderten ertönt ist.

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Bild Der Jäger brachte für Vlados nächste Gruppe ein Wildschwein. Die Vegetarier unter uns warem traurig.

Bild Vlado Trulík mit seiner Frau Danka (ihre Kochkünste sind legendär) und den beiden Töchtern.

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Danke Vlado für die (wie immer) wunderbare Tour! 2008 kommen wir sicher wieder!

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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 30 Aug 2007 20:34

Der slowakische TV-Sender Markiza brachte heute eine interessante Reportage (endlich auch eine solche Reportage, die nicht auf sensationssüchtige Art nur über Probleme mit Bären berichtet) über den 29-jährigen Erik Balaz, der sich in der Hohen Tatra der Beobachtung, dem Studium und dem Schutz von Braunbären widmet. Er hat keine Angst von Bären, nähert sich ihnen aber natürlich mit Respekt. Er hat noch nie Probleme mit den großen und mächtigen Raubtieren gehabt ... keinen einzigen Angriff oder Scheinangriff. Er ist wohl der beste Beweis dafür, dass richtiges Verhalten seitens der Menschen hilft Zwischenfälle mit Bären zu vermeiden.

Leider nur auf Slowakisch ...:

http://archiv.markiza.sk/?31337d=30.08. ... B%5D=22471
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Malá Fatra (Foto)Ergänzungen Franziska:

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 08 Sep 2007 13:58

Malá Fatra (Foto)Ergänzungen Franziska:

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Gruppenfoto (von rechts nach links): Robert (Hofrichter), Helmut (Wipplinger), Beatrice (Wipplinger), Maria (Hofrichter), Franziska (Anderle), Eva (Pokorny), Dominik (Wipplinger), Vlado (Trulík), Kamillo (Pokorny). An diesem Tag hat es wieder einmal schöne Pilze gegeben ...

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Kurze Pause & Jause

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Impressionen aus der Heimat Jánosíks ...

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Jánosíks Hütte ... (lediglich als Filmkulisse, und das auch schon zerfallen ...)
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