Tödlicher Haiunfall Bahamas: 50jähriger Wiener Anwalt tot

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Dr. Robert Hofrichter
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Tödlicher Haiunfall Bahamas: 50jähriger Wiener Anwalt tot

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 25 Feb 2008 20:22

Tödlicher Haiunfall auf den Bahamas: 50jähriger Wiener Anwalt tot!

http://wien.orf.at/stories/259424/

Wiener Anwalt nach Haiangriff gestorben
Ein Wiener Anwalt ist am Sonntag in Florida tragisch ums Leben gekommen: Der 50-Jährige befand sich mit einer Tauchgruppe bei einer Haiköderung, als er von einem Bullenhai angegriffen wurde.


Bullenhai attackierte 50-Jährigen.
Angehörige informiert
50 Kilometer vor Fort Lauderdale geschah das Unglück. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er anschließend in einem Spital starb, bestätigte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal erste Informationen des Wassersportportals Nullzeit.at.

Die österreichische Botschaft an Ort und Stelle sei in Kontakt mit den Behörden. Die Angehörigen wurden bereits über den tragischen Unfall informiert.


Tödlicher Biss ins Bein
Die siebenköpfige Wiener Gruppe hatte laut nullzeit.at am Samstag mit einem Safariboot M/V Shear Water des US-amerikanischen Betreibers Jim Abernethy's Scuba Adventures (JASA) von Palm Beach in Richtung der Bahamas abgelegt.

Gegen 10.00 Uhr am Sonntag (Ortszeit) ereignete sich dann bei einer Haiköderung der Unfall: Ein Bullenhai biss den 50-Jährigen aus noch unbekannter Ursache in ein Bein.

Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen konnte der Mann nicht gerettet werden.


In Kontakt mit Köder geraten?
Der Rest der Gruppe sei in Miami bereits von der Polizei einvernommen worden, so Ochsenbauer. Wie es zum Unfall kam, war vorerst noch unklar. In nullzeit.at sprach der Tauchbootbetreiber von "unglücklichen Umständen". Unbestätigten Meldungen von Zeugen zufolge könnte der 50-Jährige mit dem Köder in Berührung gekommen sein.



http://tauchen.nullzeit.at/Content.Node ... toetet.php

Bahamas: Österreicher bei Haiköderung getötet
Bei einem Hai-Tauchgang auf den Bahamas wurde gestern, Sonntag 24.2., ein Wiener Anwalt durch einen Bullenhai so schwer verletzt, dass er anschließend seinen schweren Verletzungen erlag.
Die (tragische) Geschichte begann am Samstag, 23.2., als die durch ein Wiener Reisebüro und deren befreundeten Tauchshops organisierte Tour von Florida (USA) in Richtung der Bahamas ablegte. Mit dem Safariboot M/V Shear Water des US-amerikanischen Betreibers Jim Abernethy's Scuba Adventures (JASA) plante man eine Woche auf den Bahamas zu verbringen.

Am zweiten Reisetag - eben Sonntag - machte sich die Gruppe dazu auf, mittels Haiköder (Bait) Großfische anzulocken. Unter den angelockten Tieren befand sich auch ein Bullenhai, der aus derzeit noch ungeklärten Gründen den 49-jährigen Anwalt aus Wien ins Bein biss.

Die Verletzungen waren so schwer, dass der Taucher trotz sofort eingeleiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen im Jackson Memorial Hospital in Miami seinen Verletzungen erlag. Die österreichische Tauchgruppe selbst begab sich ebenfalls sofort zurück nach Miami in Florida, wo sie von der US-Polizei einvernommen wurden. Laut Auskunft des Safariboot-Betreibers Abernethy ist man gerade dabei, die Formalitäten vor Ort zu erledigen.

Rätselhafte Attacke

Es wird im Zuge dessen auch zu klären sein, wie es zu dem tödlichen Angriff kommen konnte. Der Tauchbootbetreiber selbst spricht von "unglücklichen Umständen". Unbestätigten Meldungen von am Boot anwesenden Personen dürfte der Wiener Anwalt mit dem Köder in Berührung gekommen sein. Sollte dies tatsächlich so gewesen sein - es gilt natürlich die Unschuldsvermutung für den Diveguide - wird dies wohl einiges an Erklärungsbedarf nach sich ziehen.

Keine Stellungnahmen

Wir haben versucht, eine Stellungnahme der Wiener Tauchshops (Name der Redaktion bekannt) zu bekommen, zum jetzigen Zeitpunkt wollte man jedoch aus nachvollziehbaren Gründen noch keine Stellungnahme abgeben. Dass die Betreiber der Tauchschule - oder aber natürlich auch des Reisebüros - keinerlei Schuld trifft, ist natürlich klar.

Bei einem Anruf unserer Redaktion im Reisebüro gab man uns ebenfalls zu verstehen, dass man zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme abgeben möchte. Interessant war aber die Tatsache, dass sogar das Reisebüro, das ja die Gruppenreise organisiert hatte, von Jim Abernethy selbst noch gar nicht informiert wurde, sondern ihre Informationen selbst nur von am Boot anwesenden Personen der Reisegruppe bekommen haben.

Man darf gespannt sein, welche Gründe denn nun tatsächlich zum tragischen Unfall geführt haben. Sollten die bei solchen angefütterten Hai-Tauchgängen üblichen Sicherheitsbestimmungen eingehalten worden sein (siehe dazu die Verhaltensregeln von Sharkproject) ist die tödliche Attacke nämlich absolut unverständlich.

Unser Bedauern gilt den Angehörigen! Wir werden versuchen, unsere Leser auf dem Laufenden zu halten.

[Quelle: nullzeit.at, Wetpixel.com]
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Beitrag von Helmut Wipplinger » 25 Feb 2008 22:05


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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 26 Feb 2008 07:29

... was predigen wir immer wieder ...? Dass das Risiko steigt, wenn Nahrung im Spiel ist? Ich muss persönlich nicht unbedingt an diesen Theatern mit angeköderten Haien bzw. speziell mit den "Haifütterungen" teilnehmen und ich habe es auch nie gemacht. Ich war nie ein Freund dieser touristischen Zirkus-Spektakel.

Mal sehen, welche Details noch bekannt werden. Wenn aber wirklich Futter und Köder die Auslöser des Unfalls waren, solte es den Betreibern derartiger Aktionen zum Denken geben ... Denn meiner Meinung nach hat man eine Verantwortung und wie dieser Fall zeigt, kann dabei ein Mensch sein Leben verlieren. Und das ist keine Lappalie ... :roll: Möglicherweise verändert sich auch das natürliche Verhalten solcher Haie und weitere, unschuldige Menschen könnten später ebenfalls in Gefahr geraten ...
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Beitrag von Barna » 26 Feb 2008 14:22

Ich habe gestern Abend noch einen kurzen Beitrag vom orf dazu gesehen... die Meldungen waren sehr zurückhaltend und nüchtern, also keine negativen oder überzogenen Äußerungen gebenüber Haien, was mich relativ überrascht hat (naja, mal abwarten). Auch die heutige Presse berichtet relativ sachlich bis wenig verständisvoll gegenüber dem Leichtsinn des Veranstalters.
So sehr ich den Unfall für die Betroffenen bedauere, so wenig Verständnis habe ich für solche Aktionen. Ich verstehe nicht, warum viele Menschen so wenig Verständnis für die Natur haben und sich freiwillig in solche Situationen begeben. Meiner Meingung nach müsste jeder Mensch so weit sein, dass er von Haus aus begreift, dass (Raub-)Tiere beim Nahrungserwerb naturgemäß aggressiver sind als sonst. Wer auf diese Art und Weise der Natur begegnet, muss sich wohl auch über die möglichen Folgen im Klaren sein. Umso weniger Verständnis habe ich da für den Veranstalter, der die Gefahren dieser Aktion mit Aussagen wie "Mitglieder der Crew sind anwesend, um die Sicherheit der Taucher zu garantieren" (Zitat von der Website des Veranstalters, laut Presse) bagatellisiert. Bekannterweise zieht bei Begenungen solcher Art meistens doch der Mensch den Kürzeren...

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Tom Puchner
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Sensationsgier

Beitrag von Tom Puchner » 26 Feb 2008 14:35

Bin ganz deiner Meinung, Robert.
Was mich aber wirklich ärgert, sind die Begriffe "Haiattacke" und "Haiangriff", die in den Medien durchgängig in den Schlagzeilen verwendet wurden (werden). All die Initiativen (im deutssprachigen Raum vor allem von Sharkproject) und es hat sich noch immer nicht rumgesprochen, dass Haie keine Menschen "angreifen", dass wir nicht ins Beuteschema irgend einer Haiart passen.
Hab' jede Menge Leserbriefe geschrieben mit der Bitte, doch "Haiunfall" zu verwenden - vielleicht hilfts ja was, wenn das viele Leute machen?
Hier mein Text:

Liebes Redaktionsteam,

ich habe eine Bitte: Vermeiden Sie das Sensationsgier schürende Wort "Hai-Angriff" in ihrer Berichterstattung - insbesondere in einer Kurzmeldung, in der nicht auf die näheren Umstände eingegangen werden kann!

Bitte sprechen sie von einem "Hai-Unfall".
Das ist keine Haarspalterei, ihr Beitrag erweckte ganz eindeutig den Eindruck, der Wiener Anwalt wäre von einem aggressiven Hai getötet worden. (der Satz bezieht sich auf den ZIB Flash von gestern und wie der meiner Meinung nach rüberkam - die ausführlichere Berichterstattung heute war durchwegs differenzierter)
Der Biss fand während einer Hai-Fütterung statt, einer riskanten und mittlerweile sehr umstrittenen Praxis, Haie anzulocken. Sie wissen, dass der Tod nicht durch den Haibiss sondern aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Panikreaktion und darauffolgenden Tauchunfall verursacht wurde.

Viele Haiarten stehen aufgrund rücksichtsloser Fischereimethoden und Profitgier (Stichworte "Finning", Haifischflossensuppe) kurz vor der Ausrottung - mit katastrophalen Folgen für die Nahrungsnetze im Meer und unvorhersehbaren Auswirkungen auf das Ökosystem.
Initiativen zum Schutz dieser Top-Predatoren sind angewiesen auf öffentliche Unterstützung. Viel Zeit und Energie wird in eine allgemeine "Imagekorrektur" der Haie investiert, weg von der hirnlosen Fressmaschine hin zum intelligenten, faszinierenden Jäger und unverzichtbaren Bestandteil des marinen Lebensraums.
Eine kurze, unbedachte Meldung Ihrerseits macht jahrelange Bemühungen und vielfachen persönlichen, engagierten Einsatz mit einem Schlag zunichte.

Bitte gehen Sie mit Ihrer Verantwortung als breitenwirksames Medium bewusster um anstatt auf billige Sensations-Schlagzeilen zu setzen!

mit freundlichen Grüßen,
...
Zuletzt geändert von Tom Puchner am 31 Mär 2008 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Susanne Scheiblauer » 26 Feb 2008 14:46

Ich habe auch gestern Berichte im orf gesehen. Zunächst: Wiener starb nach Hai-attacke. Es war davon die Rede, daß er in Panik geriet (verständlich) und dann zu schnell aufgetaucht ist, d.h. es ist überhaupt die Frage, ob der Biss tödlich war oder eben durch das panikartige Auftauchen es zu einem Lungenriß o.ä. gekommen ist.
2 h später hieß es dann, es wurden die Haie geködert und da wären wir ja wieder bei dem Thema, das Robert vorher angesprochen hat.

Ich selbst war leider einmal bei einer Haifütterung dabei. Ich mußte, da es mein 1. Tauchgang auf den Malediven war und wir nicht ohne Guide tauchen durften. Es war zwar schön Haie zu sehen, aber diese Zirkusvorführung war nicht mein Fall. Man bekommt auch immer wieder ein komisches Gefühl, an solchen Plätzen tauchen zu gehen. Haie kommen einem dort näher als vielleicht erwünscht und verlieren ihre natürliche Scheu vorm Menschen.
Der Mann, der mit den Fütterungen dort begonnen hat, verlor übrigens ein Ohr, seine Tochter ein Bein, aber das war erst Jahre später.....

Liebe Grüße
Susi

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 26 Feb 2008 18:58

Nähere Infos habe ich noch nicht, aber anscheinend starb der Mann gar nicht durch den angeblichen Angriff, sondern durch einen Dekounfall oder Lungenriss oder sonst etwas durch zu schnelles Auftauchen ... Das behaupten zumindest die Medien ... einen gesicherten Bericht habe nicht ... Das ist also wieder so eine Geschichte: Was bei den Massen hängen bleiben wird sind die Medienberichte, der böse Hai tötete den Anwalt aus Wien

... Laut Radio verstarb der Mann doch durch das schnelle auftauchen (Lungenembolie) - der Biss spielte sich im Bereich des Beines ab....
Die Aufmachung ist schon etwas "reisserisch"....
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 26 Feb 2008 19:06

Genau. Diese Art intelligente Berichterstattung braucht die Welt!

http://www.blick.ch/news/ausland/oester ... ssen-84455
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 26 Feb 2008 19:15

... jetzt also doch Bissverletzung und verbluten ...

http://wien.orf.at/stories/259424/

Und das war der Anbieter, mit dem die Gruppe unterwegs war:

http://www.scuba-adventures.com/


florida 26.02.2008
Wiener Anwalt starb doch am Hai-Biss
Nach dem Hai-Biss mit tödlichen Folgen für einen Wiener Anwalt auf den Bahamas sind 49-jährige die Untersuchungen abgeschlossen: Der Mann dürfte verblutet sein, hieß es vom Außenministerium.


Laut Außenministerium Untersuchungen über Unfall abgeschlossen.
Stillschweigen über Rückkehr
Zuerst war angenommen worden, der Mann sei nach dem Hai-Biss zu rasch aufgestiegen und in Folge sei eine Lungenembolie mitausschlaggebend für den Tod des 49-Jährigen gewesen - was sich nun nicht bestätigte.

Fremdverschulden habe man ausgeschlossen - laut den Ermittlern handle es sich um einen Unfall, Todesursache sei verbluten, so der Sprecher. Der Leichnam soll noch diese Woche nach Österreich gebracht werden.

Der Rest der Gruppe wollte die geplante Urlaubswoche nicht mehr verbringen und hatte seine Rückflüge umgebucht. Sie sollen bereits am Dienstag die Heimreise angetreten haben. Wann sie in Wien landen, wurde nicht bekannt gegeben.


Rest der Gruppe abgereist
Der Vorfall tue ihm"irrsinnig leid", er müsse erst untersuchen, was schief gegangen sei, so Leo Ochsenbauer vom Wassersportportal nullzeit.at, dem die Stellungnahme des amerikanischen Bootsbetreibers Jim Abernethy vorlag.

Der 49-Jährige und acht Bekannte waren am Samstag von Palm Beach mit einem Safariboot zu einer Haiköderung oder Haifütterung bei den Bahamas aufgebrochen. Bei einem Tauchgang am Sonntag war der Mann dann von einem Bullenhai ins Bein gebissen worden. Der 49-Jährige starb wenig später im Spital.

Haie mit Fischresten angelockt
Der betroffene Tauchbootbetreiber ist sepzialisiert auf Haitauchgänge. Dabei werden Fischreste ins Meer geworfen, um Haie anzulocken, während die Taucher im Wasser sind.


Der Anbieter gilt bei Insidern als seriös.
"Verkettung unglücklicher Umstände"
Es sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen, so der Betreiber in einem E-Mail. Er sei fix und fertig und seit über 24 Stunden auf den Beinen. Laut Ochsenbauer bot Abernethy Touristen an, bei ihm gebuchte Touren kostenfrei zu stornieren. Die Vizepräsidentin der Organisation "Shark Project" betonte, Abernethy gelte als verantwortungsvoller Anbieter.


"Haie greifen nicht einfach so an"
30 Milliarden Badeereignissen stehen laut der Organisation "Shark Project" zehn tödliche Haiunfälle pro Jahr weltweit gegenüber. Haie greifen Menschen nicht einfach so an, es gebe aber Situationen, die das Risiko erhöhen: etwa wenn man Futter in das Wasser wirft oder wenn das Tier in Bedrängnis gerät.

"Dann gerät es selber in Panik und versucht sich zu verteidigen", erklärte Christine Gstöttner, Vizepräsidentin der Organisation.
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Beitrag von Susanne Scheiblauer » 27 Feb 2008 22:11

HAi!

Bin heute in der U-Bahn gesessen und neben mir ist eine ÖSTERREICH gelegen. Habe dann reingeschaut, weil auf dem Titelblatt groß ein Bild von einem Weißen Hai (mal wieder typisch) abgebildet war. Ganz skeptisch habe ich mir dann den Artikel durchgelesen, mit der Erwartung wieder einmal die typischen Klischees zu lesen und siehe da.....
In dem Bericht stand, daß der Mann an einem Lungenriß gestorben ist, weil er aus 30m Tiefe panikartig aufgetaucht war. Außerdem wurde über die zweifelhafte Praktik der Futterboxen berichtet, die bei Haifütterungen verwendet werden.
Alles in allem eine zufriedenstellende Berichterstattung, in der der Hai nicht verdammt wurde!

Liebe Grüße
Susi

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Beitrag von Wolfgang Suchy » 17 Mär 2008 17:07

Hallo,
war am 25. vor dem Wegfliegen noch schnell ein Teil für meine UW Kamera holen, und der Geschäftsinhaber war mit dem Verstorbenem befreundet.
Angeblich unerfahrener Taucher, hypernervös und deshalb vom Hai angekostet. Kann natürlich noch dazu auch der Köder im Spiel gewesen sein.
Ist dann in Panik hochgeschossen und an Lungenembolie verstorben.

LG, Wolfgang

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 17 Mär 2008 17:36

Wolfgang Suchy hat geschrieben: ... Ist dann in Panik hochgeschossen und an Lungenembolie verstorben. LG, Wolfgang
... das war eine der irreführenden Meldungen am Tag nach dem Unfall, auch bei uns in den Medien, doch wurde es dann einen Tag später offiziell revidiert, die Todesursache war Blutverlust ... (zumindest ist es mein letzter Wissensstand)
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Beitrag von Marc Stefan Stickler » 18 Mär 2008 12:15

hai :)

der hai ist diesmal mit einem blauen auge davongekommen!
finde jedoch, dass der bericht in "österreich" nicht gut ist.
zum einen verwendeten sie eine ganz andere haiart als titlefoto, und dann hiess es noch hai-attacke;
man müsse erst das wort attacke def. bevor man es wahllos verwendet;

attacke ist das absichtliche angreifen einer person( das versteh ich darunter)
eine hai attacke, so wird es gemeldet, kann aber auch nur eine begegnung mit den wunderschönen tieren sein! in meinen augen keinesfalls eine attacke.

wenn leute haifütterungen durchführen und dabei angegriffen werden, ist es deren schuld und nicht die des hais!!!

ob aber wirklich eine korrelation von haifütterungen und vermeindlichen angriffen besteht, ist noch nicht geklärt...

gestorben wird der wiener wegen seiner verletzung auf 30m (herrschen 4bar) und dem schnellen aufsteigen auf 0m(1bar); während die wunde auf 30meter zwar blutet aber durch den umgebungsdruck ein wenig zurückgehalten worden wäre, schießt das blut aus den aterien wenn man so einen rasanten druckunterschied ausgesetzt ist.
erste hilfe unter wasser gestalltet sich aber nicht so einfach aber es wäre eine bessere überlebenschance gewesen,...

leider müssen tragische unfälle passieren um ein umdenken zu erwirken;
ob die haifütterungen wirklich eingestellt werden, kann ich mir nicht vorstellen!!

ausserdem werden menschen durch haifütterungen aufmerksam auf die tiere. zum einen auf deren schönheit und zu anderen auf deren problematischen situation der überfischenung

mir ist die haifütter-lobby unendlich viel lieber als die haimafia-lobby

ich persönlich war schon mit bullen.und tigerhaien tauchen und es waren aufregende momente( im wahrsten sinne des wortes)

ES GIBT KEINE GEFÄHRLICHEN HAIE, ES GIBT NUR GEFÄHRLICHE SITUATIONEN

dazu kommt noch, dass das meer das revier des hais ist und nicht des menschen!!!

lg marc

Marc Stefan Stickler
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Forschungs-, Ausbildungs- und Umweltschutzinstitut am Roten Meer

Bayernstraße 3, 5411 Oberalm
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Email: stickler@mare-mundi.eu
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Albert Einstein

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Zuletzt geändert von Marc Stefan Stickler am 18 Mär 2008 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Martin Prader » 18 Mär 2008 14:37

Marc Stefan Stickler hat geschrieben: mir ist die haifütter-lobby unendlich viel lieber als die haimafia-lobby

ES GIBT KEINE GEFÄHRLICHEN HAIE, ES GIBT NUR GEFÄHRLICHE SITUATIONEN
Ich kann mich da nur anschließen, ich sehe das genauso.

Stellt euch mal vor, was passieren würde, wenn man Löwen auf dieselbe Art
anlocken würde wie Haie? Haie sind zahm im Vergleich zu einigen anderen
Tieren, die aber einen bedeutend besseren Ruf haben. :roll:

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Marc Stefan Stickler
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Beitrag von Marc Stefan Stickler » 18 Mär 2008 23:37

das stimmt!

so sollte man sich mehr von kokusnüssen in acht nehmen als vor haien!!!

ich hab schon ein paar haie unterwasser gesehen und denke mir, das ich mir durch meine erfahrungen eine meinung bilden kann bzw darf!
wieviele leute behaupten haie sind fressmaschinen ohne je einen hai gesehen bzw noch nie eine gutes buch über diese tiere gelesen zu haben,...

man braucht jedoch den hai auch nicht als schmusewölkchen bezeichnen, denn das ist er nicht. immerhin ist er ein räuber, ein top räuber.

von diesen tieren geht eine unheimliche faszination aus. man sollte ihnen aber den respekt entgegen bringen, den sie verdienen!

lg marc



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