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Demonstration zum Schutz der Artenvielfalt der Kanarischen

Verfasst: 18 Mär 2010 07:59
von Dr. Robert Hofrichter
CARA A Manifestación

Demonstration zum Schutz der Artenvielfalt der Kanarischen Inseln

Samstag, 20. März 2010 in Las Palmas de Gran Canaria

Beginn: 12:00 Uhr ab San Telmo Park (gegenüber dem Busbahnhof)


Wir sagen NEIN zum neuen Artenschutzkatalog der Kanaren

NEIN zu einem Gesetz, bei dem mehr als 50 % der derzeit aufgelisteten, bedrohten Arten der Fauna und Flora der Kanarischen Inseln nicht weiterhin entsprechend geschützt werden.

NEIN zum Bau von neuen Häfen, Golfplätzen, Fabriken, Autobahnen etc. bei Vernichtung der einheimischen Flora und Fauna.

Plataforma por la Biodiversidad Canaria
(Arbeitsgruppe zum Schutz der Biodiversität der Kanarischen Inseln)
Info:
www.benmagec.org
e-mail deutsch: radioanimalgrancanaria@gmail.com



CARA B Texto

Der neue Artenschutzkatalog eliminiert 226 geschützte Tier- und Pflanzenarten, vermindert den Schutz von 131 und verschiebt 94 Arten in eine neu eingeführte Klassifikation, die von Experten als "irrational, zweideutig und nahezu pervers" bezeichnet wird, denn in dieser Kategorie werden die bedrohten Pflanzen und Tiere nur noch innerhalb begrenzter Naturschutzgebiete geschützt sein.

Die Meeresschildkröte "Caretta caretta" ist eines der Tiere, das von dem neuen Gesetz betroffen wird.

Die Kanarische Regierung erstrebt denjenigen Arten den Schutz zu entziehen, die Bauprojekte behindern.

Das kanarische Archipel ist mit ca. 4000 endemischen Arten, die es sonst nirgendwo gibt, für seine biologische Vielfalt des Ökosystems weltweit bekannt und geschätzt. Unter Naturschutz stehen momentan nur 450 Arten.
Die Kanarische Regierung beabsichtigt nun 50 % von der Liste zu streichen, sowie den Schutz von weiteren 30 % zu verringern, ohne einer Gemeinschaft angesehener Wissenschaftler Gehör zu schenken.

Das Ziel - dieses von den Parteien CC und PP dem Parlament vorgelegten Gesetzentwurfes - ist Behinderungen zu umgehen, die auf gemeinschaftlichem Artenschutz beruhen und somit Makroinfrastrukturprojekte auszuführen, welche von der Kanarischen Regierung als "öffentliches Interesse" bezeichnet werden.

Das könnte man "Gesetz nach Bedarf" nennen. Das aktuellste Beispiel sind die Seegraswiesen. Sie bilden autentische Unterwasserweiden voller Leben. Der derzeitige Schutz erklärt: "Seegras reagiert empfindlich auf Veränderungen des Umfeldes". Das hatte zur Folge, dass das Oberlandesgericht der Kanarischen Justiz (TSJC) die Bauarbeiten des neuen Handelshafens von Granadilla gestoppt hat. Der neue Gesetzesvorschlag würde "Seegras" in die Kategorie geringer Schutzbedürftigkeit einstufen und dadurch den Baustopp des Grosshafens aufheben.

50 % der bedrohten Arten würde der Schutz entzogen

Auch Du kannst etwas dagegen tun, sage:
"NEIN zum neuen Artenschutzkatalog der Kanaren" !!!