Mittelmeer-Baustein Nr 125: Leoparden-Sternschnecke Dr. Hofr

Vorstellung der Schlüsselarten aus dem Mittelmeer

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christoph
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Mittelmeer-Baustein Nr 125: Leoparden-Sternschnecke Dr. Hofr

Beitrag von christoph » 13 Mai 2011 21:11

Wichtige mediterrane Arten/Lebensräume als Mittelmeer-Bausteine:
Leoparden-Sternschnecke (Dotted sea-slug)
Discodoris atromaculata / peltodoris atromaculata


:arrow: Baustein-Nummer: 125/
:arrow: Wert: 1.000 €
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systematisch (nach der biologischen Zugehörigkeit) https://mare-mundi.org/forum/view ... 793#p15793
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Leoparden-Sternschnecke (Dotted sea-slug) Discodoris atromaculata / peltodoris atromaculata

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Discodoris atromaculata, die Leoparden-Sternschnecke, ist immer hungrig nach Schwämmen, besonders nach der Art Petrosia ficiformis, die systematisch angeknabbert wird.

:arrow: Beschreibung: Die Nacktschnecke besitzt einen ovalen, eher flachen Körper, der als Grundfärbung ein milchiges Weiß hat und von tiefbraunen "Leoparden"-Flecken unterbrochen wird. Die Anzahl und Größe dieser Flecken wird als variabel angesehen. Sie kann eine Größe von bis zu 12 cm erreichen und lagert chemische Stoffe, die aus ihrer Nahrung stammen, Petriformyne, in ihr Digestivsystem ein. Teile des Mantels sind abwerfbar, was bei einem Angriff eine erfolgreiche Flucht ermöglichen kann. Weiterhin hat D. atromaculata Kalk-Spiculae in den Mantel eingelagert, die sie für Fressfeinde weniger attraktiv machen. Die Einlagerung der chemischen Substanzen scheint für die Verteidigung eher unbedeutend zu sein, da auf dem gesamten Mantel bei Untersuchungen ein neutraler pH-Wert festgestellt wurde. Am Kopfende besitzt die Leopard-Sternschnecke die klassischen Rhinophoren und am Hinterende den für Sternschnecken typischen Kiemenkranz.

:arrow: Lebensweise: Die Schnecke verbringt so viel Zeit ihres Lebens wie irgend möglich auf den bevorzugten Schwämmen, die sie abweidet und dabei charakteristische Spuren auf den Schwämmen hinterlässt. Nach der Paarung werden Eischläuche in Spiralen abgelegt, vorzugsweise auf Schwämme. Eine beobachtete Eigenheit ist, das mehrere Individuen in unmittelbarer Nähe zueinander liegen und damit den Eindruck eines einzigen großen Tieres erwecken, da die Grenzen zwischen den einzelnen Mänteln zusehends verschwinden.

:arrow: Verbreitung: Die Verbreitung von D. atromaculata beschränkt sich auf das Mittelmeer und die nahegelegenen Atlantikküsten, an denen sie bis hinauf nach Holland nachgewiesen werden konnte. Bezüglich der Tiefe ist die Schnecke eher uneingeschränkt und richtet sich nach den Nahrungsvorkommen. So wurde sie in Tiefen von 5 - 50 m gesichtet und scheint auch innerhalb dieses Spektrums keine signifikanten Präferenzen zu haben.

:arrow: Besonderheiten: Verschieden Populationen der Leopard-Sternschnecke zeigen verschieden Tendenzen in der Färbung auf. So entdeckte man, dass die Tiere, die im westlichen Teil des Mittelmeers leben, deutlich kleinere und weniger dunkle Flecken aufwiesen, als die Tiere die im östlichen Part des Mittelmeers leben und deutlich größere und zahlreichere dunkle Flecken besitzen. Oftmals findet man Individuen, die Bissspuren am Mantel aufweisen, was mit der teilweisen Autotomie, einer hohen Regenerationsrate des Gewebes und vermutlich auch mit den eingelagerten Spiculae zu tun hat, die sie für viele Fressfeinde ungenießbar machen.

:arrow: Systematik: Wie alle marinen Nacktschnecken gehört D. atromaculata, oder Peltodoris atromaculata wie sie oft bezeichnet wird, zu den piiieps. Innerhalb dieser zählt man sie zur Überfamilie der Doridoidea und der Familie der Discodorididae, in der sich wiederum die Gattung Peltodoris findet.

:arrow: Lernen Sie mehr über Weichtiere: Die Mollusken sind eine extrem arten- und formenreiche Tiergruppe (in der Gegenwart die zweitartenreichste nach den Gliederfüßern: Insekten, Krebsen und Spinnen) und kommen im Meer, auf dem Festland und im Süßwasser vor. Weichtiere leben mit Ausnahme der Polarregionen und der Hochgebirge in allen Lebensräumen der Erde. Die allermeisten Mollusken findet man allerdings im Meer, viele der Untergruppen sind ausschließlich marin (Kopffüßer, Kahnfüßer, Einschaler, Wurmmollusken, Käferschnecken). Die Muscheln finden sich auch im Süßwasser und teilweise sogar in feuchter Erde, wie beispielsweise die Erbsenmuscheln (Pisidium spec.). Alle anderen Lebensräume werden von der artenreichsten Gruppe der Weichtiere, den Schnecken, besiedelt.
Die Gesamtartenzahl der Weichtiere wird sehr unterschiedlich angegeben, von etwa 130.000 bis 150.000 Arten bis lediglich 50.000 bis 60.000 Arten. Hauptgründe für die verschiedenen Angaben sind unklare Artabgrenzungen und insbesondere das Fehlen einer Gesamtübersicht über die Artenvielfalt der verschiedenen Teilgruppen.
Eine enorme Bedeutung hatten die Weichtiere bereits in der Erdgeschichte: Fossile Weichtiere treten mit Sicherheit seit dem frühem Kambrium auf, doch ist diese Verwandtschaft höchstwahrscheinlich schon im späten Präkambrium entstanden. Vielfach geht man davon aus, dass die ersten Weichtiere vor rund 650 Millionen Jahren aus kleinen wurmartigen Vorfahren entstanden sind. Diese waren möglicherweise nur 1-3 mm groß, unsegmentiert und mit einer chitinhaltigen Cuticula mit eingelagerten Aragonitschuppen auf der Oberseite sowie einer bewimperten Gleitsohle auf der Unterseite ausgestattet.
Die Wissenschaft von den Weichtieren wird auch als Malakologie oder Malakozoologie bezeichnet.
Die Haut der Weichtiere ist einschichtig, weich, drüsenreich und oft mit Wimpern versehen. Die meisten Weichtiere haben Schalen aus Calciumcarbonat und Proteinen, die als Schutz dienen und - in begrenztem Umfang - eine Art Außenskelett bilden. Diese Molluskenschale besitzt in allen Gruppen einen einheitlichen Aufbau aus drei Schichten: Periostracum (Schalenhäutchen aus dem Glykoprotein Conchin), Ostracum (äußere Prismenschicht aus senkrechten Kalk-Prismen) und Hypostracum (innere Perlmuttschicht aus Kalk-Aragonit). Die Schale fehlt bei den Wurmmollusken und ist dort durch Kalknadeln in der Außenhaut ersetzt worden. Bei manchen Kopffüßern befindet sich im Körper ein so genannter Schulp aus Kalk oder Horn, der als Innenskelett fungiert. Dieser Schulp, bei Kalmaren auch als Gladius bezeichnet, stellt die nach innen gewachsene, gekammerte Schale der Stammart der Kopffüßer dar. Sie ist auch heute noch bei den Nautilus-Arten zu finden.
Als zentrales und systematisch bedeutsames Charakteristikum der Weichtiere im wissenschaftlichen Sinn (Autapomorphie = gemeinsames abgeleitetes Merkmal) gilt die so genannte Radula oder Raspelzunge. Die anderen zentralen morphologischen Merkmale im ursprünglichen Bauplan der Weichtiere sind die Dreigliederung des Körpers in Kopf, Fuß und Eingeweidesack, die Ausbildung eines Mantels mit einer Mantelrinne, die Reduktion des Coeloms auf das Perikardialsystem sowie die Ausbildung eines (ursprünglich stets) offenen Blutgefäßsystems mit einem Ventrikel und ein bis mehreren Arterien. Daneben ist insbesondere die Schale ein bedeutsames Merkmal fast aller Mollusken, wobei aber die primär einteilige Schale mit dem typischen dreischichtigen Aufbau nur bei den Schalenweichtieren (Conchifera) auftritt.
Systematik: Zu den Weichtieren werden acht lebende und mehrere ausgestorbene Untergruppen ("Klassen") gezählt. Die ersten drei haben keine typische Molluskenschale: Schildfüßer (Caudofoveata), ca. 70 Arten, Meer (Tiefsee), Furchenfüßer (Solenogastres), ca. 250 Arten, Meer (Tiefsee) und die Käferschnecken (Polyplacophora), ca. 600 Arten, Meer (Felsküstenbereich). Die fünf weiteren Untergruppen werden als Schalenweichtiere (Conchifera) zusammengefasst und bilden wahrscheinlich eine monophyletische Einheit: Einschaler (Monoplacophora, selten auch Tryblidia, ca. 27 Arten, Meer (Tiefsee), Schnecken (Gastropoda), angegebene Artenzahlen stark variabel (Angaben 50.000 bis 150.000), Meer + Süßwasser + Land, Kahnfüßer (Scaphopoda), ca. 350 Arten, Meer, Muscheln (Bivalvia), ca. 8000 Arten, Meer + Süßwasser, Kopffüßer (Cephalopoda), ca. 786 Arten, Meer. Hienzu kommen einige ausgestorbene Gruppen, wobei ihre Zuordnung zu den Weichtieren teilweise umstritten ist.

:arrow: Wichtige Links:

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