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Plastik - potentielle Gefahr für den Menschen

Verfasst: 10 Mai 2019 10:11
von horstartur
Bislang sind die Gefahren von Mikro-und Nanoplastik für den Menschen nicht abschätzbar. In vielen Laboratorien wird daran gearbeitet. Eine kurzfristige (selbst mittelfristige) Aussage ist jedoch nicht möglich, weil es sich um Langzeiteffekte handelt.
Es ist belegt, dass Mikro- und Nanopartikel bereits von Einzellern aufgenommen werden. Sie gelangen über die Nahrungskette (Evertebraten und Vertebraten {Fisch}) bis in den Darm des Menschen. Mittels Phagocytose können sie via Darmwand in den Blutkreislauf und schließendlich in die Organe gelangen. Was sie dort anrichten können, ist bisher nicht nachweisbar. Wie bei der Klimaerwärmung wird es deshalb genügend Zeitgenossen geben, die die potentiellen Gefahren ignorieren. Hier dazu ein Review:https://www.researchgate.net/publicatio ... an_health
Lange vor den heutigen Erkenntnissen (Umweltschutz, CO2, Klima, Meereserwärmung {Korallenbleiche}) habe ich bereits 1962 im Zoologischen Großpraktikum einen Versuch mit Pantoffeltierchen (Parameciun caudatum) durchgeführt. Ich habe ein Einzeltier mit Hefezellen gefüttert, die mit pH-Indikator imprägniert (gefärbt) waren. Sie wurden von dem Einzeller aufgenommen und gelangten wie beim Menschen in saure und alkalische Verdauungszonen (sauer=rot, blau=alkalisch). Im Gegensatz zur normalen Nahrung (Algen) handelt es sich bei Hefe auch um "Fremdkörper". Somit können auch Plastikteilchen, die eine Größe von Hefezellen und darunter aufweisen, aufgenommen werden. Hefezellen haben einen Durchmesser von 6 -12 Mikrometer. Auf diese Weise gelangen die Plastikpartikel via Nahrungskette auch in mehrzellige (höhere) Organismen.
1 Mikrometer µm 1 / 1.000 Millimeter (mm) 0,001 mm
1 Nanometer nm 1 / 1.000.000 mm 0,000 001 mm
Dei Bmerkung mit Datum stammt übrigens von meinem damaligen Professor, Dr. Vahs