Kann der Lebensraumverlust auf La Digue gestoppt werden?

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Dr. Robert Hofrichter
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Kann der Lebensraumverlust auf La Digue gestoppt werden?

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 09 Jan 2009 12:26

Bild mare-mundi - Projekt 2009: Bild
Kann der Lebensraumverlust auf der Seychelleninsel La Digue gestoppt werden?
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La Digue ist wunderschön - doch durch eine ausufernde und nicht ausreichend kontrollierte Entwicklung bedroht. Immer mehr Verbauung, Rodung des Waldes am Küstenplateau, immer mehr Bevölkerung, immer mehr Toursiten. Die Insel könnte in wenigen Jahren ihren ursprünglichen Charme - und streng geschütze und kritisch bedrohte Arten - verlieren. mare-mundi.eu will mit Ihrer Hilfe nach Konzepten und Lösungen suchen. Foto: Robert Hofrichter https://mare-mundi.org/forum/viewtopic.php?t=3619


Wir zerstören was wir lieben - das trifft auch auf die bei Touristen besonders beliebte Seychelleninsel La Digue zu ( https://mare-mundi.org/forum/view ... 0654#10654 ). Die wachsende örtliche Bevölkerung, der wachsende Tourismus, der enorme Bauboom, immer mehr Autos, ungeklärte Umweltfragen - all das führt dazu, dass der Lebensraum des endemischen und kritisch bedrohten Paradies-Fliegenschnäppers (Terpsiphone corvina) immer weiter eingeengt wird und die Insel zugleich ihren ursprünglichen Charme verliert.

:arrow: Wie lange kann diese Entwicklung so weiter gehen, ohne dass der geschützte Vogel seinen Lebensraum verliert - und zugleich die beliebte Insel ihren Reiz?
:arrow: Gibt es realistische und ökologische Raumplanungs-Konzepte, die eine nachhaltige und konrollierte Entwicklung der Insel La Digue ermöglichen?
:arrow: Wie sieht die Inselbevölkerung das Problem?
:arrow: Gäbe es eine Mehrheit für Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit und den Erhalt der Insel in den Mittelpunkt stellen?
:arrow: Gibt es überhaupt vernünftige Konzepte, einem kleinen Volk mit extrem wenig Lebensraum, der sich nicht vergrößern kann, eine wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, ohne dass dabei die Ökologie und Nachlatigkeit auf der Strecke bleiben?

Eine interdisziplinäre Studie von mare-mundi.eu soll im Rahmen von Diplomarbeiten, Dissertationen und weiteren Arbeiten Antworten auf diese Fragen geben, die den örtlichen Behörden eine Entscheidungshilfe bieten sollen. Soziologen, Wirtschafts- und Tourismusexperten sowie Raumplaner sollen sich ebenso beteiligen wie Ökologen und Biologen.

Unterstützen Sie bitte unser ehrgeiziges Projekt im Interesse der Insel La Digue - dem Lebensraum des Paradies-Fliegenschnäppers! Wenden Sie sich an Dr. Robert Hofrichter mittelmeer@aon.at .

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Paradies-Fliegenschnäpper, Männchen (Terpsiphone corvina)
Foto: Prof. Kristian Pfaller


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Paradies-Fliegenschnäpper, Weibchen (Terpsiphone corvina)
Foto: Robert Hofrichter
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

Wolfgang Pfannekuch
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La Digue

Beitrag von Wolfgang Pfannekuch » 13 Jan 2009 04:48

Achtung. WICHTIG, wenn auch LANGE !
THEMA und Slogan:

"Statt Krimis (im Hotelfernsehen) mit Leichen: Feenseeschwalben (und Co.) mit Robert und seinesgleichen"-.

Lieber Robert !

(Stelle den Beitrag, wenn er Dir zusagt, von mir aus ns Forum (auszugsweise). Ich möchte das Forum nicht zumüllen". (Gestern ist mir übrigens ein vielleicht interessanter, "etwas" kürzerer Text abgestürzt. .... Lehrgeld !))

...

das Problem ist bedrückend, wenn wir bedenken, dass wir selbst letztlich - auch als interessierte und engagierte, hoffentlich immer behutsame und achtsame Naturschützer - durch unsere Besuche beitragen zur Vermarktung, Zersiedelung, Motorisierung und Bebauung der Insel(n).

Dennoch denke ich, dass "unsere " Art der Unterbringung in privaten Appartments und Bungalows mit ihren gemäßigten Folgen für die Umwelt und guten Ausswirkungen für den bescheidenen Wohlstand unserer Gastgeber (u. a. z.B. auch Führer und Fahradvermieter) - im Gegensatz zu den Luxushotels, die möglicherweise nur einer sehr begrenzten Gruppe von Investoren großen Wohlstand bringen - im weitgehend möglichen ausgewogenen Verhältnis zwischen Nutzen und unvermeidbarem "Schaden" steht.

Ganz unberührt im "Urzustand" können die Inseln und La Digue im besonderen ja nicht bleiben, wollte man der Bevölkerung nicht den Zugang zu einer "nachsteinzeitlichen" bzw. nach- kolonisatorischen Entwicklung ganz vortenthalten.

Ich bin ja kein Ökologe oder Raumplaner und leider in keinem der dafür einschlägig erforderlichen Wissenschaftsbereiche zu Hause, nur ein (nach-)denkender und -denklicher Tourist, der aufgrund der ca. 44- jährigen Erfahrung mit Meer und Urlaubszielen gelernt hat, die eigenen Anfangsfehler eines jungen, unerfahrenen Tauchers aus der Mitte der sechziger bis Anfang der siebziger Jahre irgendwann (aber viel zu langsam) zu vermeiden oder wenigstens zu minimieren.

Als mir damals, 1965 mit 17, in den Anfängen des Tauchbooms der zweite (nach Animation durch einen einheimischen Schnorchler und deutsche erwachsene Tauchkameraden) nach heftiger Gegenwehr selbst erlegte große Oktopus (Pulpo) zu späte Reue eintrug und mir Tränen in die Augen trieb, war die Zeit zum (leider noch langsamen) Nachdenken gekommen.

Danach, nach einem genauen Blick in diese fantastischen klugen Augen, spielte ich nur noch - hoffentlich rücksichtsvoll - mit den neugierigen und bei behutsamer Verhaltensweise sehr zutraulichen Begleitern, die freiwillig auf Arm und Schulter krochen, uns abtasteten wie Wesen aus einer anderen Welt, sich dann minutenlang und auch eine halben Tauchgang lang von uns - scheinbar freiwillig - durch ihr eigenes Reich tragen ließen und dies, offensichtlich (an ihrer Färbung) für uns - vielleicht zutreffend - erkennbar - schließlich stressfrei (?) in irgendeiner tiergerechten Weise geradezu zu genießen schienen.

War das ein "angemessener" Umgang mit Wldtieren ? Besser, als sie zu jagen, allemal.
Aber richtig?

Dennoch, trotz von Kindheit an vorhandener Liebe und Behutsamkeit und Respekt gegenüber der Natur beinhaltender Erziehung, gewann die notwendige Einsicht erst mit zunehmendem Wissen auch allmählich Oberhand.

Ich muss es ehrlicherweise zugegeben: Ich habe mich auch noch 1972 (immerhin noch im siebten Tauchurlaub im Indischen Ozean) - und keiner der älteren Kameraden hatte etwas dagegen, sondern unser "Kamera-Mann" animierte mich vielmehr dazu - sportlich, aber unbedarft - auf die erste große Meeres-Schildkröte meines jungen Taucherlebens geschwungen.

Erst nach Rückkehr aus diesem ersten Tropenurlaub las ich zu Hause, dass die Tiere dadurch an Stress eingehen können, und war natürlich (zu spät) betroffen...

Aber für uns gehörte ja sogar zunächst, wie weiland für Hans Hass, die Harpune noch zum Mittelmeer-Urlaubsgepäck, als nicht nur selbsverständliches männliches Markenzeichen, sondern gelegentlich als "Besteck" zur kostengünstigen Nahrungsbeschaffung oder zumindest -ergänzung.

Wir selbst benutzten sie zwar wirklich sehr selten, aber anfangs noch ohne schlechtes Gewissen gegenüber den Fischen und den möglichen Folgen. "Jeder" des Schwimmens und des Masketragens fähige Spanier und Italiener, manche - so schien es uns - schon bevor sie richtig laufen konnten, schoss ja auch mit der Harpune - aus Versehen wurden fast mehr Schnorchler als Fische getroffen - ... glücklicherweise meist daneben und hatte fast immer bis auf wenige sportliche Experten - oft zu wenig Luft ... Es waren "ja nur Fische", die sonst ein Fischer gefangen und ein Restaurant uns vorgesetzt hätte. Ökologisch ist dieser Gedankengang wohl angesichts der damaligen Taucher-und Schnorchlerzahlen anfangs vertretbar gewesen ... und vielleicht nicht anders zu bewerten als die Frage, ob man das Schwein, dessen Fleisch man beim Metzger kauft, nicht ebenso gut auch selbst hätte schlachten können - oder selbst hätte angeln können ... Natürlich bezieht sich letzteres nur auf Fische !

Deshalb, und weil ich noch 1972 in Süd-Sardinien an einsamen Stränden, wo es noch keinen elektrischen Strom in unseren Bungalows und nur ein ärmliches Strandrestaurant gab, meinen letzten und einen meiner seltenen Fische für die eigene Pfanne geschossen habe, bin ich vorsichtig mit meiner Kritik und vesuche, sanfte Aufklärung zu betreiben, solange der Gesprächspartner Einsicht zeigt. Wir haben ja auch - völlig überzeugt von unserer Einstellung - im selben Urlaub zugleich schon reine Trophäenjäger, welche fast täglich iin unsrer Nähe zahlreiche Zackenbarsche (unter Einsatz von Presslufttauchgeräten !) erlegten und nach dem Foto-Shooting nahe ihren Zelten, doch außerhalb der Riechweite - die dann nutzlosen, weil nicht mehr zur Nahrungsgewinnung erforderlichen, somit "überflüssigen" Trophäen verrotten ließen, der Polizei gemeldet und sie mit Hilfe der Carrabinieri vertrieben.

Gerade mal zehn Jahre später habe ich, nachdem mir jeder von spanischen Schnorchlerrn geschossene Zackenbarsch wehtat, mit dem wir vorher - im Einzefall kannten wir sie ja sogar - u.U. bei einem unserer damals zahlreichen Tauchgänge an bekannten Plätzern "kommuniziert" hatten, zig Unterschriften gegen die UW-Jagd gesammelt. Mit einer der großen VDST-Aktionen haben wir die Unterwasserjagd im Gebiet der nördliche Costa Brava unterbinden helfen, als die Fischbegegnungen immer spärlicher wurden und das empfindliche Gleichgewicht des Ökosystems im Kleinen dort schon zu kippen begonnen hatte. - as heute von Tauchern überlaufene (??überflossenschwemmte") Naturschutzgebiet Islas Medas ist ein glückliches Beispiel für die mögliche Regeneration der Fischbestände.

Bei den Seychellen-Vögeln wie bei anderen gefährdeten Arten sieht es schon anders aus, wenn die Bestände begrenzt und auf unter die zur Regeneration erforderlichen Bestandsgrenzen dezimiert worden sind (z.B. Stichwort Schwarzpapagei / Coracopsis nigra barclyi).

Ich denke, dass man Regierung wie Wirtschaft (erstere ist ja meist abhängig von der zweiten), meistens, zumindest anfangs, jedenfalls nur schnell und wirkungssvoll, nur über die finanzielle Argumentatiions-Schiene, nämlich der Sorge um das Wegbleiben der (naturinteressierten und zahlungskräftigen Touristen) erreichen kann.

In ähnlicher Weise wie (s.o.) in Spanien ... und im begrenzten Umfang (beim Schildkrötenschutz) in der südlichen Türkei und in Einzelfällen in Indonessien könnte man die doch schon ohnehin glücklicherweise sensiblere Regierung der Seychellen überzeugen, dass das Geschäft mit dem Tourismus nur bleibt, wenn die Natur "heil" ist.

Dazu bedarf es aber zusätzlicher Aufklärungs- ampagnen in den Superhotels, wo die nicht hinreichend informierten meisten Touristen urlauben. - Jedes Hotel sollte Deinen Naturführer in der Empfangshalle liegen haben ! Im Buchladen des Inders in Mahé habe ich ihn jedenfalls gesehen.

An die Manager, die zu überzeugen sind, muss man herankommen. Dann wäre der halbe Erfolg schon in Aussicht.

Ich denke, dass Du mit Deinen Feldstationen doch schon auf dem richtigen Weg bist.

Slogan:
"Statt Krimi (im Hotelfernsehen) mit Leichen: Feenseeschwalben (und Co.) mit Robert und seinesgleichen"-.

Erinnerst Du Dich an die paar Gäste, die in ihrem verlängerten (Nach-Hotel-)Urlaub bei uns abends in der Pension Michele (2007 im Oktober) begeistert und fast neidisch auf unsere (Deine !) Infoabende geschaut, in einigen Fällen auch aufmerksam zugehört haben und gerne mehr erfahren und teilgenommen hätten ? - Ich habe mit einigen gesprochen! Schade, dass ich keinem Deine Adresse und Website - Kontakte gegeben habe, sonst hätten wir den einen oder anderen längst als Gast oder Mitglied im Forum.

Ich war damals zu erschöpft, zu krank und noch nicht weit genug. - Das sind doch dieselben Touristgen, die sich zuvor im Luxusshotel für teures Geld abends gelangweilt haben !

Schicke Deine Helfer (oder mich) nach geschickter Kontaktaufnahme mit Lichtbildervorträgen bzw. Filmen alle Woche wenigstens einmal in jedes Hotels zur Abendunterhaltung - Ich würde so etwas feiwillig jeden oder zumindest jedn zweiten Abend machen, wenn ich dort Urlaub machen kann -
und die Leute werde lernen, wie wir, diese einmalige Welt mit anderen Augen zu sehen.

Sie wissen es doch nicht besser, bis wir sie aufklären. Und die (meisten) Politiker haben keine Zeit dafür oder keine Antennen, bis es ums Geld oder unmittelbaar um ihre Karriere geht.

Verzeih die Länge, aber die (guten) Gedanken kommen ja nach Kleist erst beim Reden ...

Viel Erfolg, Wolfgang

(Wolfang W. Kauz)
Wolfgang W. Kauz

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Re: La Digue

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 13 Jan 2009 21:37

Wolfgang Pfannekuch hat geschrieben:Verzeih die Länge, aber die (guten) Gedanken kommen ja nach Kleist erst beim Reden ...
Lieber Wolfgang, zuerst wollte ich schon - ohne jeden bösen Hintergedanken - spontan schreiben: Es kommt nicht auf ... ..... .., doch rechtzeitig noch bemerkte ich, dass es doppeldeutig wäre ... :oops:

Was ich sagen wollte: Es kommt nur darauf an, ob's von Herzen kommt und dann ist es egal ob es lang oder kurz ist. Und da es bei Dir nur von Herzen kommen kann, freue ich mich über Deine Zeilen! :) Danke!
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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Beitrag von Caro » 14 Jan 2009 17:34

Lieber Wolfgang !
Chapeau vor Deinem Bericht !!!!
Wenn doch alle Menschen so wie Du ihre Fehler eingestehen könnten ... vor allem die Fehler, die sie aus Unwissenheit gemacht haben !!!
Vielleicht noch eine kleine Geschichte zum Thema Harpunieren als Sport :?
Anfang der 90er bin ich regelmäßig in einen abgelegenen Ort mit grandioser und unberührter Natur in Kretas Osten gefahren.
Irgendwann entdeckten italienische Touristen diese Platzerln :? und kamen mit dicken Geländewägen an (womit sie an die echt unberührten Küstenbereiche brettern konnten :evil: ) und mit Wohnmobilen.

Die Gastfreundschaft und Gutmütigkeit der Einheimischen ausnutzend, wurde mit Kind und Kegel am Strand campiert ... .
Eines Tages baten mich die Einheimischen "dem Italiener" (der mit Frau und Kleinkind am Strand campierte) zu sagen, dass er doch nicht alle die kleinen Fische und Oktapusse abschiessen soll - und ich solle ihm erklären, wie alt und wie groß diese Tiere werden müssen um sich fortpflanzen zu können.
Gesagt - getan ... aber eine derartige UNVERSCHÄMTE Reaktion auch von seiner Frau :( , die ich bekam, hatte ich nicht erwartet. Ein einheimischer Fischer, der bei dem "Gespräch" daneben stand, wollte dann von mir noch genau wissen, was der "Freund" denn geantwortet hätte ... und als ich es ihm grob schilderte, war er schockiert :(

So - und eines Vormittags ein paar Tage später kam Frau Italiener total aufgelöst in die eine Taverne und suchte mich - als Dolmetscher.
Ihr Mann liege sterbenskrank im Bully und die Nacht wäre schrecklich gewesen und sie bräuchten einen Arzt ganz dringend.
Natürlich :lol: waren wir bei diesem Gespräch wieder von den Einheimischen umringt, die dann gleich von mir wissen wollten, was denn da los ist.
Ich ihnen erzählt - da waren sie komplett alarmiert ! Es gibt Fische, die zu dieser Jahreszeit (Ende Mai) GIFTIG sind !!!! Und ein Fischer berichtete, dass er den Mann sogar gesehen hat, wie er die gesammelt hatte !
Gottseidank hatten Frau und Kind nichts davon gegessen !!!!!!

Und dann - wirklich zu schön :oops: (ich hatte auch mein Leihauto schon klar gemacht um ins Krankenhaus zu fahren), lief eine "Abordnung" der Einheimischen zu dem Mann am Strand - einer fuhr mit dem grossen Pickup hinterher - und sie haben alles veranlasst !!!
Im Krankenhaus angerufen und ihn da auch hin gefahren.

Wolfgang - dieser Mann fiel mir jetzt wegen Deiner Schilderungen wieder ein ... . Seine Frau kam zu mir, um sich zu bedanken und ich solle den Einheimischen ein grosses Danke sagen --- und ihr kleiner Sohn hat in der Zeit des Krankenaufenthaltes ihres Mannes auch begonnen zu laufen :oops:
Was haben wir uns da alle gefreut !!!
Es ging auch gut aus - am Ende (der Mann brauchte etwas länger bis er ankam ...) saßen wir alle unter der grossen Tamariske in der Taverne und aßen wunderbaren Fisch, den die Fischer spendiert hatten :)

UND - der Mann ließ mich dann noch übersetzen, dass er NIIIEEE mehr wieder Fische und Oktapusse harpuniert und die Einheimischen nur noch respektieren wird, wenn sie ihm etwas zu sagen haben 8)

So - jetzt habe ich fast (?) so einen Roman geschrieben wie Wolfgang :wink:

Liebe Grüße
Caro
"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser

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Beitrag von Caro » 14 Jan 2009 17:58

So, Ihr Lieben ... nochmals meine Wenigkeit :oops:

Es wurde ja für das geplante LaDigue-Projekt angesprochen, auch auf die Hotelbetreiber und vor allem die GÄSTE zuzugehen... .

Das ist ein sehr sinnvoller Weg !!! :wink:
Vielleicht ist Euch da das Beispiel meines einen "Vereins" auch noch hilfreich. PTM = Protect the maledives richtet sich auch informativ an die Hotels ... indem man die Leitung davon überzeugt (nicht einfach !) und dann werden unsere Flyer ausgelegt ...

http://forum.malediven.at/thread.php?threadid=3548&sid=

Ein grosses Problem ist, dass sich bornierte Gäste davon manchmal "belästigt" fühlen - und entsprechend zögerlich ist die Zustimmung des Managements. :(
Also bedarf es einer grossen Vorarbeit mit dem Management/Eigentümern der Resorts, damit wir unsere Mappen da auch hinkriegen... :?
OB sie dann ausgelegt werden - weil oft bekommt man nur Lippenbekenntnisse - ist die nächste Frage :(

ABER PROBIEREN muss man es einfach !!!! :D

Übrigens - die "Halb-Luxus-Leute" sind da am schwierigsten !!!!!
Ich erinnere mich noch an unseren Urlaub auf Praslin ... da sind wir auch mal rüber zum Lemuria gefahren. Mehr als ordentlich angezogen - und wir wollten da nen Drink nehmen oder was Kleines mampfen und uns den Laden anschauen für eine eventuelle weitere Urlaubsplanung.
(Klar, ich wollte auch motzen wegen des dämlichen Golfplatzes ... :oops: und warum man die Arroganz besitzt, ne ganze Bucht mitsamt Strand abzusperren :twisted: ))

Wir sind nicht mal rein gekommen !!!!!
Der Mann an der Schranke war zu nichts zu bewegen :shock:
Nein, man kann da nicht einfach an die Bar gehen, nein, man kann sich da nichts anschauen, man kann auch an der rezeption keine Infos holen ... :shock:
Hääähhh ???!!??
Auf der ganzen Welt komme ich in JEDES Hotel rein !!!! :shock:

Es hat auch nichts geholfen als ich die "Madame" raushängen ließ (... das kann ich :wink: :lol: )

Also, meine Freunde, diese Aktionen müssen wohl vorbereitet sein. Und zwar am besten vorabgestimmt mit nem "Oberhäuptling" der jeweiligen Resorts !!!!!
Der kleine Manager vor Ort hat meistens nix zu pfeifen ... :?
(den vom Lemuria habe ich dann damals übrigens angerufen nach diesem "Erlebnis" :x ....)

Liebe Grüße
Caro
"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser

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