fnz-Donaudelta-Tagebuch April/Mai 2007 mit Bildern

Exkursionen, Naturschutz und Wissenswertes

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Dr. Robert Hofrichter
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 29 Jun 2007 09:55

Donaudelta-Tagebuch April/Mai 2007

(Für jene, die diese Schiffsreise 2008 mitmachen wollen: Die zehntägige fnz-Donaudelta-Tour 2008 startet am 25. April; Informationen und Anmeldungen bei Robert Hofrichter, mittelmeer@aon.at)

fnz-Infodienst Rumänien/Donaudelta
:arrow: Herpetologisches Skriptum über das Donaudelta (alle Arten Amphibien bzw. Lurche und Reptilien bzw. Kriechtiere)
https://mare-mundi.org/forum/down ... tail&id=29
:arrow: Allgemeine Infos über Rumänien
https://mare-mundi.org/forum/down ... tail&id=28
:arrow: Reisebericht Donaudelta 2006 mit einer ausführlichen Vogel-Beobachtungsliste von Dr. Norbert Sauberer https://mare-mundi.org/forum/down ... tail&id=12


Reisebericht, 26. April bis 5. Mai 2007


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Motto: The only birds I been missing, where the birds with two legs but no wings!! (Kommentar unseres Mitreisenden Roland).

Teilnehmer: Hofrichter Robert, Lindner Robert, Blassnig Kerstin, Meyer Susanna, Üblagger Johanna, Loidl Barbara, Brosch Otto, Brosch Edith, Scherzinger Christine, Scherzinger Wolfgang, Brand Olaf, Brand Rosel, Jezek Mia, Rechberger Roland, Hofrichter Maria (Junior Mama), Hofrichter Maria (Senior Mama)

Urteil des Reiseleiters über die Gruppe: Sehr nette Menschen, mit denen es Freude macht zu reisen! Und nicht wenige ausgezeichnete Fachleute.

In Kooperation des forum natur & zukunft (fnz) mit dem Verkehrsbüro (Wien) und tauchen und meer (Köln).


Vieles war in diesem Jahr anders. Irgendwie anders. Oder ganz anders. Der seltsame Winter 2006/07, der keiner war, und die enorme Trockenheit der letzten acht Monate hatten den niedrigsten Wasserstand der Donau seit Menschengedenken zur Folge. Mehr oder weniger ungenutzt blieben die Neoprenanzüge, Füßlinge und hohe Gummistiefeln, die manche der Mitreisenden auf Empfehlung von Reiseleiter Robert auf die lange Reise mitgeschleppt haben. Dort, wo wir in den letzten Jahren mit Booten durch überflutete Auwälder gefahren sind, konnten wir diesmal trockenen Fußes spazieren gehen. Manchmal war es ganz angenehm, doch das Wasser ist barmherzig und bedeckt die Wunden der Landschaft. Es bedeckt auch die Müllberge. Hochwasser löst außerdem exotisch anmutende Amazonas-Gefühle aus, ganz gleich was sich unter den trüben Wassermassen verbirgt. Erinnerungen an den extrem schneereichen Winter 2005/06 wurden wach - und an den darauf folgenden Frühling mit seinen genauso hohen Wasserständen in den Flüssen. Für uns, Reisende im Donaudelta im April/Mai 2006, war das Ergebnis wunderbar. Amazonas-Gefühle eben.

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Doch diesmal blieben viele Feuchtwiesen, (potentielle) Lacken, überflutete Waldränder und weitere Feuchtlebensräume trocken. Dort, wo wir vor einem Jahr während des Hochwassers Scharen von Limikolen (Watvögel) beobachten konnten, war diesmal kaum ein Vogel zu sehen.

Überhaupt hatten wir - vor allem in den ersten Tagen - den Eindruck, dass viel zu wenige Vögel zu sehen sind. Die eingefleischten Ornithologen unter uns, und das waren zum Glück nicht wenige, vermissten diverse Rohrsänger, Enten, Greifvögel (selbst die häufigsten, die Rohrweihen, waren seltener als sonst), Singvögel (Nachtigallen, Sprosser, Schwirle, Beutelmeisen...), die Limikolen und manche andere. Wir fuhren wie immer den St. Gheorghe-Kanal hinunter, und freuten uns anfänglich über jeden Vogel, ob Nebelkrähe oder Kormoran.

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Waren manche Vögelnoch noch gar nicht angekommen? Oder war vielmehr der milde oder fast fehlende Winter daran Schuld, dass manche Durchzügler schon längst wieder weiter nach Norden weitergezogen sind?

Getröstet haben uns wie immer die Pelikane, die Könige des Deltas. In riesigen Formationen kreisten sie am Himmel, ein unvergesslicher und faszinierender Anblick. Kormorane scheint es auch noch zu genüge zu geben.

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Die Reiseeindrücke waren abwechselnd überschwänglich positiv bis leicht deprimierend. Nicht zuletzt manche armselige „gottverlassene“ Ortschaften wie Mila 23 oder Maliuc mit ihren unbeschreiblichen Müllhaufen hinterließen gemischte Gefühle. Bei Hochwasser ist einiges davon vom Wasser bedeckt, doch diesmal sah man die ungeschminkte Realität. Solche Müllhaufen entdeckten wir selbst an abgelegenen Bereichen des weiten Schilfmeeres.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Donaudelta machte auf uns manchmal genau den gleichen Eindruck wie manche der einst stolzen, riesigen Informationsschilder, die an vielen Stellen stehen und die Existenz des Reservats verkünden: vor sich hinrostend, verbeult, demoliert... Der Lack ist an vielen Stellen abgeblättert. Die Informationsschilder des Donaudelta-Biosphärenreservats bilden ungewollt einen Spiegel des Biospärenreservats selbst.

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Viele spannende Diskussionen über den Naturschutz, über den Tourismus, über Politik, über Chancen und Möglichkeiten etwas von der Wildnis zu bewahren, waren die logische Folge dieser Eindrücke. Nicht zuletzt durch unseren geschätzten mitreisenden Kollegen Wolfgang Scherzinger konnten wir tiefere Einblicke in die Problematik des Naturschutzes gewinnen.

Alles hängt mit allem zusammen, sagt man oft, und der Spruch wird dann gar nicht mehr so ernst genommen. Doch wir konnten erleben, wie ein schneearmer Winter in Europa mit der sozial unerfreulichen Situation und mit Müll im Donaudelta zusammenhängt. Wasser kann gnädig einiges von der Wirklichkeit zudecken ...


Donnerstag, 26. April
Anreisetag

Die Anreise nach Wien bzw. Bukarest erfolgte in mehreren Gruppen. Selbst „die Salzburger“ reisen in kleinen Gruppen nach Wien, die einen mit der Bahn, die anderen mit dem Auto. Am Bahnsteig des Zuges nach Bukarest (Wien West) treffen sich dann elf der insgesamt 16 Reiseteilnehmer. Einige, vor allem die Freunde aus Norddeutschland, reisen mit dem Flugzeug direkt nach Bukarest an.
Die nächtliche Zugfahrt verläuft ohne Zwischenfälle - mit Ausnahme der immer noch vorhandenen Grenzkontrolle zwischen Ungarn und Rumänien, bei der man unsanft aus dem Schlaf gerissen wird. Rumänien ist zwar bereits bei der EU, doch die Realität sieht oft nicht danach aus.
Bild Künstlerische Aufnahme eines Atomkraftwerks aus dem fahrenden Zug, aufgenommen von der Barbara ...

Freitag, 27. April
Bukarest - Tulcea - Einschiffung

Dieser Tag steht unter dem Motto „Megastau“ in Bukarest. Während die meisten von uns noch zufrieden im Zug sitzen, die vorbeiziehende, andersartige Landschaft genießen (wie nach dem Krieg in abgelegenen ländlichen Gegenden bei uns) und sich auf die bevorstehende Reise freuen, braut sich in Bukarest ein Unglück zusammen, von dem wir noch nichts ahnen. Der kommende Dienstag ist der 1. Mai und wie in vielen anderen Ländern Europas auch in Rumänien ein Staatsfeiertag. Der Montag wird als Fenstertag für die meisten Werktätigen zu einem freien Tag. Wie sich herausstellt, sind das die tieferen Gründe der Katastrophe.
Am Bahnhof Bukarest stoßen drei weitere Teilnehmer zur Gruppe. Geld abheben, letzte Einkäufe erledigen. Wir warten auf den Bus, ein Mini-Bus (viel zu Mini ...), der die schwer bepackten Naturbegeisterten nach Tulcea bringen soll. Allerdings wird unsere Geduld hart auf die Probe gestellt, denn ein unglaublicher Stau verlängert die sonst vier Stunden dauernde Fahrt auf insgesamt sieben Stunden.

Bild Hier lachen sie noch ..., denn sie wissen nicht was ein Megastau in Bukarest bedeutet ...

Erste Studien der hiesigen Kraftfahrzeugspopulation und Verhalten der Rumäner werden im Stillen angestellt. Nach zweieinhalb Stunden Stau haben wir gerade die Stadtgrenzen der 2,4-Millionen Metropole Bukarest erreicht. Der Fahrer ist ebenso verzweifelt wie der Reiseleiter Robert. Irgendwann fangen wir an uns doch vorwärts zu bewegen. Der Bus kann elektronisch gesteuertbgenau 118 Stundenkilometer erreichen und der Fahrer versucht, überall wo es nur geht, diese Geschwindigkeit zu halten. Die letzten Kilometer vor Tulcea scheinen endlos. Doch irgendwann endlich verlässt das österreichisch-deutsch-schweizer Völkchen im Dunklen fröhlich die „kuscheligen“ Sitzplätze des Kleinbusses. Eine herzliche Begrüssung durch die Bootsmannschaft und ein enorm gutes Abendessen machen alles Wett. Um Mitternacht treffen die letzten beiden Teilnehmer aus Bremen ein. Die erste Nacht an Bord ist ruhig und erholsam.

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Samstag, 28. April
Tulcea - St. Gheorghe-Kanal bis km 50+ (2. Schlinge)

Beim Frühstück sitzt die ganze Gruppe - insgesamt 16 Naturfreunde - endlich vollzählig beisammen. Noch vor dem Frühstück heißt es um 7 Uhr „Leinen los“ und wir fahren (bereits traditionell) den St. Gheorghe-Arm hinunter. Am Anfang lassen sich nicht wirklich viele Vögel blicken, aber das Wetter ist schön, die Sonne scheint und wir genießen die vorbeiziehende Flusslandschaft. Nach einigen Stunden legen wir zwischen Flusskilometer 50 und 55 in einer Flussschlinge an. Der erste Landgang erfolgt in einen Hybridpappelwald, wo jeder kleine Vogel unerbittlich mit den Ferngläsern verfolgt wird, Spinnen unter dem Mikroskop beobachtet und Pflanzen bestimmt werden. Die Gruppe ist voller Tatendrang. Nach dem überaus üppigen Mittagessen geht es mit dem leider viel zu lauten Beobachtungsboot in einen kleinen Kanal (piiieps Perivolovca) zum L. Isac, einem schönen See. Mit Wohlgefallen lauschen wir dem Froschkonzert. Der erste Rallenreiher fasziniert die Birder. Es werden noch unzählige weitere folgen.
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Zweiter Landgang in einem kleinen Seitenkanal. Frösche, Wiedehopf, Krebsscheren, aufgebrochene Posthornschnecken in Drosselschmieden, Rohrdommelrufe... Wir genießen endlich ein Stückchen Deltawildnis.

Sonntag, 29. April
St. Gheorghe

Wir legen um 8 Uhr ab und fahren stromabwärts zum Schwarzen Meer. Intensivere Delta-Eindrücke stellen sich ein: Seeadler, große Trupps von Rosa Pelikanen in der Thermik, Fischer zelten am Ufer.
Ankunft in St. Gheorghe; Landgang am Deich entlang zur Frosch- und Vogelsuche. Erste Schildkröten (Europäische Sumpfschildkröten Emys orbicularis). Bisamratte im Kanal, Weißbartseeschwalbe. Mittags folgt der vielbeachtete Vortrag von „Prof.“ Hofrichter über den Laubfrosch, Teil 1. Vor einem Jahr war Walter Hödl mit und spannende Froschvorträge standen an der Tagesordnung. Diesmal wurde Robert mit dem Laubfrosch veräppelt.
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Nachmittags Ausflug zur Schwarzmeerküste.
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Dorfbesichtigung. Der „Mann mit dem Truthahn“ ist wieder da (eines der berühmtesten Fotos des Vorjahres), wir haben aber leider das vor einem Jahr geschossene Foto, auf unserem Hausboot vergessen ... Schönes Wetter aber viel Wind. Schöne Beobachtungen von Rotfuß- und Baumfalkenpärchen, Stelzenläufer. Wassernüsse. Es ist Kurzferienzeit in Rumänien, einige Leute gehen am Strand spazieren. Wagemutige junge Rumänen testen das kalte Wasser des Schwarzen Meeres. Die Dorfschenke ist heute gut besucht. Außerdem ist es der Tag der Hunde. Eine läufige Hündin sucht bei unserer Gruppe Zuflucht, verfolgt von etwa 10 Rüden ... Der Alpha-Hund hat nichts dagegen, wenn seine Kumpanen einen gebührenden Abstand zur Hündin wahren.
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Montag, 30. April
Abenteuer Sacalin

Die neue Woche beginnt mit einem Ausflug von St. Gheorghe zur Halbinsel (Nehrung) Sacalin. Das ist ein gutes Gebiet um Pelikane zu sehen. Wir fahren mit dem Schleppschiff bis zur Lagune, das Beiboot bleibt aber beim Versuch die ersten zwei Reisenden zum Ufer zu bringen im Schlamm stecken. Der Wasserstand ist viel niedriger als in den letzten Jahren. Die zwei Auserwählten, Mia und Maruska, werden mit der Aussicht auf Hunderte Pelikane belohnt. Da die meisten Gäste einen weiteren Vortrag über Laubfrösche ablehnen, folgt einer über das Schwarze Meer. Auch vom Boot aus konnte die Gruppe einiges beobachten. Der Reiseleiter verlässt das Boot um nach „neuen Wegen“ zu suchen, doch bleibt er irgendwo am Ende der Welt am Ufer des Schwarzen Meeres stecken und stößt erst später wieder zu uns. Inzwischen fahren wir mit dem Schleppboot zur Tafel „Sacalin - strictly probhibited area“. In kleinen Gruppen bringt uns das Beiboot über einen kleinen Kanal zum Schwarzen Meer. Dort wartet der ratlose Reiseleiter auf einem unglaublich schönen, verlassenen Strand (Kommentare: abgebrannt, massive Erosion). Toter Delfin am Strand. Die Schilfflächen wurden offensichtlich abgebrannt. Verkohlte Baumreste zeugen noch davon. Einige Touristenboote nehmen diesen Kanal, um die Besucher zum Meer zu führen. Wenige Vögel. Die letzte Gruppe wird wieder zurück gebracht. Eisvögel entlang des Kanals (wo brüten die wohl? Nichtbrüter?).

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Um 15 Uhr erwartet uns die Köchin an Bord mit einem guten Mittagessen.

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Noch nicht einmal beendet müssen die Reisenden schon wieder an die Ferngläser. Das Boot legt ab und wird Richtung Sulina geschleppt. Der erste Krauskopfpelikan kann entdeckt werden, zwischen Höckerschwänen getarnt.
Auf den Strommasten brüten Weißstörche und Turmfalken. Auf der Leitung sitzen immer wieder Blauracken.

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Dienstag, 1. Mai
In Sulina: Tag der Friedhöfe und Mülldeponien Tag der Depression

Der Tag der Arbeit bringt für uns zwar keine Arbeit, dafür aber einen Ausflug, der gemischte Gefühle bis Depressionen ausgelöst hat. Sulina war einst ein kleiner aber doch bedeutender Ort an der Mündnung des mittleren Donaukanals ins Schwarze Meer. Doch das Delta wächst und der um 1850 erbaute Leuchtturm steht heut zwei bis drei Kilometer von der Küste entfernt.

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Die Ortschaft Sulina muss man gesehen haben, wenn man schon da ist. Nicht weil es dort besondere Sehenswürdigkeiten geben würde (die schönsten Gebäude sind die Kirche und der Leuchtturm), sondern einfach um zu sehen, wie die Menschen hier leben. Es ist doch ein besonderer Ort Europas, der Ort, wo das Landesinnere des Kontinents mit dem Weltmeer in Verbindung steht. Hier fahren seit langem die großen Ozeanschiffe die Donau hinauf.
Doch so richtig deprimiert werden wir eigentlich erst bei der Wanderung aus dem Ort Sulina zum Ufer des Schwarzen Meeres. Müllberge, Schutthalden, undefinierbare, trostlose Landschaft. Keine einzige Lacke ist zu sehen, kein einziger Watvogel. Vor einem Jahr waren es Tausende, wodurch der trostlose Eindruck weniger dramatisch ausgefallen war. Nicht minder trostlos der Strand. Viel angeschwemmter Abfall, kein romantischer Strand. Wir würden am liebsten sofort mit einem „beach-cleaning“ beginnen ... Man könnte sicher mehr daraus machen, aus diesem Strand am Schwarzen Meer. Es fehlt hier aber alles Liebliche, alles Romantische. Trostlos.
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Ein Erlebnis ist dennoch zu erwähnen, der Besuch des Friedhofs von Sulina. Es ist zwar kein „erheiterndes“ Erlebnis, eher ein nachdenklich stimmendes. Aber schön, interessant, ein wenig unheimlich. Viele unterschiedliche Grabsteine sind hier zu finden, jüdische, moslemische, katholische, orthodoxe und sicher auch noch weitere. Hinter der kleinen Holzkirche finden wir dann besondere Gräber. Hier liegen die Opfer der Naturgewalten, die Opfer der Donau und des Meeres, die Opfer von stürmischen Nächten und Schiffsuntergängen. Längst vergessene Opfer, an die sich heute wohl kaum noch jemand erinnert. Außer man steht vor diesen Grabsteinen und versucht sich die Menschen vorzustellen, die Nacht der Katastrophe, als ihr Schiff untergegangen ist ...

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Mittwoch, 2. Mai
Ein Höhepunkt der Reise: Letea (und: „Epidemie an Bord“)

Dieser Tag beginnt bewölkt und düster: Eine Epidemie scheint nach einem Mayonese-Salat mit Pilzen am Vorabend ausgebrochen sein. Die Ausfallquote an diesem Tag beträgt fünf Frau und Mann der Frau-/Mannschaft von insgesamt 16. Wir bedauern es später sehr, da sich der Tag sicher zu einem der Höhepunkte der Reise entwickelt. Anfangs ist es bewölkt uns ziemlich kalt und windig. Doch nach und nach ziehen sich die Wolken zurück und wir genießen einen herrlichen Tag. Und das ist wichtig, fahren wir doch nach Letea und die berühmten umgebenden Eichen-Mischwälder. Und damit in eines der Kerngebiete des Biosphärenreservats Donaudelta. Aber vorher sollte es noch spannend werden. Werden wir Letea (jemals) überhaupt erblicken?
Und das kam so: Der Wasserstand der Donau ist in diesem sonderbaren Jahr nach einem sonderbaren Winter in Europa, der keiner war, sehr niedrig. Im Delta beträgt der Unterschied an manchen Stellen vielleicht einen Meter im Vergleich zum Vorjahr, an anderen vielleicht nur 50 Zentimeter. Doch das reicht: Wir bleiben mit unserem Schleppschiff, das uns nach Letea bringen soll, hoffnungslos im Schlamm des Canalul Magearu stecken. Zumindest sieht es etwa fünfzehn Minuten hoffnungslos aus. Der Kapitän holt aus der Maschine alles heraus, was sie hergibt, wir, die Fahrgäste versammeln uns am Bug, um den hinteren Teil des Schiffes zu entlasten. Zu einem Zeitpunkt, in dem manche die Hoffnung Letea zu erblicken aufzugeben scheinen, bewegt sich plötzlich das Boot weiter. Und weiter ging die Fahrt.

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Wir legen etwa 200 Meter vor dem Dorf an und gehen an Land. Und siehe da: Eine weitere, diesmal äußerst positive Überraschung. Ein sonderbares Gefährt wartet auf uns. Als Zugfahrzeug dient ein Traktor älterer Bauweise, als Beförderungsmittel für die Gäste ein undefinierbarer, allerdings sehr komfortabler Wagen mit gepolsterten Sitzen und Rückenlehnen. Robert überlegt fieberhaft, ob er erzählen soll, wie viel Zeit und Mühe es ihn gekostet hat dieses Fahrzeug hier am Ende der Welt aufzutreiben („... ich habe weder Kosten noch Mühe gescheut...“), doch die Ehrlichkeit siegt: Das ist eine Innovation, die es im Vorjahr noch nicht gegeben hat und die Schiffsgesellschaft hat sie organisiert.

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Das Ergebnis ist sensationell und wir können uns ein sehr gutes Bild von der ganzen Region machen. Es ist gut, dass die Region zum Kerngebiet des Biosphärenreservats zählt, denn die Landschaft und die Lebensräume sind einzigartig. In parallelen Streifen erstrecken sich die Eichen-Mischwälder in nordwest-südöstlicher Richtung, getrennt durch flache, nur mit Gräsern bewachsene, sandige Dünen. In den Wäldern finden wir die eine oder andere Jahrhunderte alte Eiche, alles eindrucksvolle, knorrige Individuen. Und Blauracken, Wiedehöpfe, zwei Triele (wie schon im Vorjahr genau in dieser Region) ... und, und,und. Im Dorf gelingt die Beobachtung eines rufenden Steinkauzes, von zwei nervigen Elstern gemobbt. Nach Rotfußfalken in zehn Meter Entfernung drehen sich manche gar nicht mehr um.
Im Dorf finden wir auch jene ältere Frau, die Ereich vor einem Jahr so wunderbar fotografiert hat. Das Bild ist sensationell und wir haben einen Abzug mit, den wir überrreichen wollen. Wir finden die Frau und sie ist völlig perplex. Die Leistung der besten Nikon-Profi-Kamera ist auch für die Frau verblüffend. Sie meint nur „stara ...“- Das bedeutet „alt“. Man sieht jede Falte gestochen scharf. Sie meint auf dem Bild älter auszusehen als in der Wirklichkeit. Das Wort ist übrigens slawisch (Russisch/Ukrainisch). Hier leben vor allem Lipovanen.

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Letea ist malerisch, verschlafen. Zumindest für uns Touristen. Das Dorf ist sauber, ganz anders als die meisten anderen. Selbst die zerfallenden, schilfbedeckten Häuschen haben etwas Romantisches. Doch die alten Menschen sterben aus, die jungen ziehen wohl in die Städte. Was sollten sie hier auch tun, wovon leben? Etwas aufringlich war die Begegnung mit einer alkoholisierten älteren Frau. Sie hat den Reiseleiter mindestens 20 Mal geküsst und umarmt und wollte unsere Gruppe nicht mehr in Ruhe lassen.

Pflanzen im Wald:
Esche, Silberpappel, zwei Arten von Eichen (c.f. Zerreiche und Stieleiche - Quercus robur), Sommerlinde und Silberlinde, Wildbirne, Wilde Prunus sp., Berberitze, Hartriegel, Liguster, Gewöhnlicher Schneeball Viburnum opulus, Holunder Sambucus nigra, Weide blühend Salix sp. strauchförmig, lange Blätter, Maiglöckchen in Blüte
Galium sp., Polygonatum cf latifolium oder multiflorum, Waldrebe Clematis, Rubus, Kreuzlappkraut Cruciata levibres, Erdrauch Fumaria sp., Wachtelweizen Melampyrum sp.

Pflanzen der Dünen:
Rauke - Descurainia sophia, Ausdauernder Lein Linum perenne, Steppenwolfsmilch Euphorbia seguieriana, Meerträubel Ephedra disticha, Strandhafer, Kleine Iris Iris pumila, Orchidee Orchis sp., Reiherschnabel Erodium cicutarium, Sandsegge Carex cf arenaria? (mit gleichmäßigen Ausläufern), „Gras“ Bromus sp., Mäusegerste Hordium morinum, Kleiner Mohn Papaver, Artemisia sp., Flechte

Vögel am Kanal:
Kormoran, Graureiher, Seiden-, Silber-, Purpur-, Nachtreiher, Stock-, Moorente, Kornweihe, Baumfalke, Teichhuhn, Blässhuhn, Flussuferläufer, Eisvogel Alcedo atthis, Rauchschwalbe Hirundo rustica, Rohrschwirl Locustella luscinioides, Bartmeise ...

Vögel in Letea:
3 Störche fliegend, 1 Storch am Damm, Graugans mit Gössel , Rotfußfalke
Steinkauz Athene noctua (ruft, gut zu beobachten), Türkentaube Streptopelia decaocto, Wiedehopf Upupa epops, Buntspecht Dendrocopos major, Elster Pica pica
Saatkrähe ...

Vögel im und um den Eichenwald:
Fasan, Triel 2, Hohltaube Columba oceans, Kuckuck Cuculus canorus, Blauracke Coracias garrulus, Grauspecht Picus canus, Gartenrotschwanz Phoenicurus phoenicurus, Halsbandschnäpper Ficedula albicollis, Kohl- und Blaumeise, Baumläufer, Buchfink, Nachtigall, Sprosser, Star, Wiedehopf

Sonstige Fauna:
Rotflügelige Schnarrschrecke, Viper? (war schnell weg und nicht zu erkennen), Feldhase Lepus europaeus

Donnerstag, 3. Mai
Im Reich der Seen und Kanäle

Die folgenden zwei Tage halten wir uns direkt am Sulinakanal und im Schilfmeer nördlich davon auf. Zuerst besuchen wir Mila 23. Auch hier haben wir eine nachdenklich stimmende Begegnung mit einer älteren Frau, die nach Essen bettelt. Sie zeigte auf ihren Bauch und versuchte zu erklären, dass sie Hunger hat. Da Robert Russisch versteht, hat er sie verstanden (die Lipovanen sprechen Russisch). Wir hatten nicht das Gefühl, dass sie lügt. Die Siedlung vermisst das Liebliche und Romantische von Letea. Viel Müll, Chaos, Unordnung. Auch für Mila 23 gilt: Da es hier nicht viele Siedlungen zu sehen gibt, muss man es gesehen haben, doch danach heißt es „nichts wie weg“.

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Und das machen wir auch und befahren am Nachmittag viele gewundene, endlose Kanäle in einem schier endlos erscheinenden Schilfmeer. Doch auch hier entdecken wir weite,steppenartige Landstriche, in denen die Schreckensherrschaft des Conducators ihre Spuren zurückgelassen hat, riesige, entwässerte, eingedeichte Flächen. Vermutlich hat man hier versucht in großen künstlichen Becken Fische zu züchten. Von den gewaltigen Anlagen blieben nur zerfallende Ruinen und rostende Konstruktionen zurück, deren ursprüngliche Bestimmung man kaum noch erkennen kann.
Die Fahrt auf den Kanälen ist schön. Man kann hier immer noch ansatzweise erkennen, was für eine tolle Wildnis das Donaudelta einst war. Faszinierende Pelikanformationen mit mehreren Hundert Vögeln kreisen über unseren Köpfen. Es sind unvergessliche Augenblicke.

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Zoologische Beobachtungen in Mila 23
Kormoran, Seidenreiher, Weissstorch, Graugans, Lach-, Steppenmöwe, Stockente, Türkentaube, Grauspecht, gehört, Rauch-, Mehlschwalbe, Bachstelze, Gartenrotschwanz, Klappergrasmücke, Nebelkrähe, Star, Haus- & Feldsperling, Grünfink, gehört, Distelfink

Amphibien: Donaukammmolch, Rotbauchunke, „Wasserfrosch“, Laubfrosch

Seitenkanäle nördlich Mila 23:
Flussseeschwalbe, Weissbartseeschwalbe, Ringeltaube, Kuckuck, gehört, Eisvogel, Blauracke, ca. 4, Sprosser, gehört, Teichrohrsänger, Kormoran, Nachtreiher, Seidenreiher, Rallenreiher, Graureiher, Sichler, Höckerschwan, Stockente, Turmfalke, Baumfalke, Rohrweihe, Fasan, Teichralle, Lach-, Steppenmöwe, Rach-, Mehlschwalbe, Bachstelze, Nebelkrähe, Elster, Pirol, Kiebitz

Freitag, 4. Mai
Der Tag der Kanäle und Vögel

Wir fahren von Mila 23 auf den Canal Olugta, einem kleinen Kanal, zum Furtuna-See. Ähnlich wie am Vortag erleben wir eine stellenweise ursprünglich wirkende Deltalandschaft und ein endlos wirkendes Schilfmeer, das vielfach von kleineren und größeren Kanälen und Wasserflächen unterbrochen ist. An den Ufern sieht man zahlreiche Vögel, darunter immer wieder Gruppen von Sichlern. In den Seitenkanälen erblicken wir ausgedehnte Stratiotes-Rasen.

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Wir freuen uns, dass wir für die Nacht nicht mehr am trostlos wirkenden Sulina-Hauptkanal bei Mila 23 verankert sind, sondern in der schönen, natürlichen Umgebung eines Seitenkanals übernachten. Ein Eisvogelpaar brütet nur einige Meter von unserem Hausboot entfernt. Es ist ein schöner Abend, unser letzter in der Wildnis des Deltas. Den letzten Abend werden wir bereits in Tulcea verbringen.


Vogelliste:
Flussseeschwalbe: regelmäßig, aber nicht sehr zahlreich, Nebelkrähe: zahlreich, Star: zahlreich, Lachmöwe: zahlreich, Teichrohrsänger: regelmäßig, Rosa Pelikan: fliegende Großgruppen, auch am Kanal einige, Krauskopf-Pelikan: 1 juv.,1 ad., Brauner Sichler: immer wieder in Gruppen, am Tag sicher 40-50 Ex., Seidenreiher: zahlreich und regelmäßig, Stockente: regelmäßig, Flussuferläufer: an einigen Stellen einzeln oder bis 3 Ex., Rallenreiher: zahlreich überall, Rauchschwalbe: zahlreich, Tafelente: 4 Ex., Baumfalke: 3 Ex., Zwergscharbe: zahlreich überall, Bläßralle: zerstreut, Kormoran: sehr große Gruppe Hunderte Tiere, sonst zahlreich am Weg
Gartenrotschwanz: mehrfach singend, Blaumeise: regelmäßig in den Weiden, Kohlmeise: regelmäßig in den Weiden, Buchfink: in den Weiden singend, Höckerschwan: zahlreich am Furtunasee, Rohrweihe: an einer Stelle 4 Ex., dann einzeln, Feldsperling: stellenweise, Weißbartseeschwalbe: häufig, Graureiher: regelmäßig, Elster: regelmäßig, Kuckuck: einige, Steppenmöwe: regelmäßig, Seeadler: 1-2 Ex, Silberreiher: einige Tiere, Buntspecht: 1 rufend am Hochstand, Pirol: 2-3 Ex., Lachseeschwalbe: 1 Ex. am Hochstand, Hohltaube: 2 Ex., Ringeltaube: 2x2 Ex., Kiebitz: nicht häufig, Schnatterente: in Paaren immer wieder, Eisvogel: regelmäßig aber nicht so häufig wie an den letzten Tagen, Teichhuhn: 1 Ex., Weißflügelseeschwalbe: Trupp ca. 15-20 Ex., Haubentaucher: auf dem See zahlreich, Rothalstaucher: Fortunasee, wenige Exemplare, Moorente: einige Paare, aber nicht sehr zahlreich, Löffler: 4Ex. in Mila 23, anderes Ufer, Bachstelze: einzeln

Fahrt von Mila 23 zum Lake Matita:
Schöner gewundener Kanal, Ergänzend zu erster Liste:
Purpurreiher: einzeln, Nachtreiher: einige Ex. einzeln, Zwergsäger: 1,1 !, Grünschenkel: 1 Ex., Dunkle Wasserläufer: ein kleiner Trupp, Bruchwasserläufer: großer Trupp, Grauschnäpper:1Ex. singend, Gartengrasmücke: vereinzelt

Botanische Besonderheiten:
Lemna trisulca-Kreuz - Wasserlinse, Hottonia palustris - Wasserfeder
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Samstag, 5. Mai
Der letzte Tag

Der Himmel ist bewölkt und Robert macht sich noch Hoffnungen, dass der Kapitän auf den Seitenkanälen nach Tulcea weiter fahren kann. Nach dem Ablegen sieht es auch drei Minuten noch ganz danach aus, doch plötzlich leitet der Kapitän ein 180°-Wendemanöver ein. Leider ist der Wasserstand für das Befahren der Seitenkanäle mit dem Schlepper und Hausboot zu niedrig. Wir müssen auf dem wesentlich weniger romantischen Sulinakanal fahren. Doch so bleibt uns zumindest mehr Zeit um unsere Tagebücher und Vogellisten zu vervollständigen. In den letzten Tagen haben wir genug Programm gehabt, nun haben wir die Möglichkeit eine gemütliche Flussfahrt zu genießen.
Zu Mittag legt die Crew in Maliuc an, ein eher deprimierend wirkendes, verarmtes Dorf mit armen Baracken. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal und wieder einmal kommt uns der Gedanke, warum man nicht mehr daraus macht, könnte es doch auch ein malerisch wirkendes Dörfchen an der Donau sein.

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Doch so spielt sich das Leben nicht ab. Es fehlt an Geld, es fehlt wohl auch die Tradition für geordnete Schönheit. Das, was uns hier abgeht,kommt wohl aus einem materiellen Überschuss heraus, den es hier wohl nie gegeben hat. Unter Ceaucescu hat es hier ein Schilf-Forschungsinstitut gegeben. In den Blöcken der Uferbefestigung sind viele Würfelnattern versteckt. Ein vermeintlicher Grünspecht entpuppt sich nach Sichtkontrolle als rumänisch sprechender Grauspecht. Nach einer knappen halben Stunde geht das Hausboot wieder in Schlepp und die Reisegruppe zum Mittagstisch. Ein Blutspecht konnte aus nächster Nähe bestimmt und fotografiert werden.

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Diskussionen, Tagebuchergänzungen, Schläfchen usw. füllen die Fahrzeit. Zeitweise herrscht starker Wind- und Wellengang. Kurz vor fünf sind wir in Tulcea, noch Zeit für einen Spaziergang an Land.
Am Abend bekommen wir ein gutes Abendessen, doch Robert hätte es sich noch besser vorgestellt. Wir überreichen der Crew ein kleines Geschenk. Recht lang wird gar nicht gefeiert, obwohl wir an diesem Tag nicht viel gemacht haben sind wir dennoch müde.


Sonntag, 6. Mai
Der Tag der Abreise

Wir verlassen das Schiff ca. um 9.30 und treten die Fahrt nach Bukarest an. Das Wetter ist passend zum Abschied, bewölkt und verregnet. Wir fahren wieder mit dem Minibus, doch diesmal hat er einen Anhänger mit, in dem alle unsere Koffer und Reisetaschen Platz finden.
Ursprünglich wollten wir auf der Fahrt noch kurze Stopps einlegen und Bienenfresser beobachten, doch wegen dem Regen fallen diese Stopps aus. Die Fahrt ist ruhig, mit gemischten Gefühlen beobachtet man die widerspruchsvolle Realität des heutigen Rumäniens: arme Hütten neben mehrstöckigen Palästen, Pferdefuhrwerke neben den teuersten Geländeautos.
In Bukarest warten wir auf unseren Zug (vorher Besuch bei McDonalds, es gibt hier nichts anderes), die Fahrt ist recht angenehm. Ein Teil der Gruppe bleibt noch in Bukarest und / oder nimmt das Flugzeug.

Montag, 7. Mai
Ankunft in Wien West und Weiterfahrt nach Salzburg und Innsbruck.



Für die angenehme Gesellschaft und lehrreiche Beiträge der mitreisenden Fachleute, ganz gleich ob Ornithologen, Botaniker, Zoologen, Entomologen, Ökologen oder andere, bedankt sich Euer Reiseleiter Robert!

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Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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