Ursache des Challangerungluecks 86

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Aquarella
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Ursache des Challangerungluecks 86

Beitrag von Aquarella » 26 Apr 2015 16:33

Was am 28.1.1986 in den USA geschah haette nicht sein muessen, weil die Kathastrophe mit all ihren verwurzelten Ursachen vorraussehbar war.

Besonders ein Ingeneur warnte wenige Stunden
vor dem Unglueck noch vor einem Start, weil es in der Nacht zuvor gefroren hatte, wobei die Folge dessen war dass die Dichtungs- O-ringe im Triebwerk versagten, die verhindern sollen dass das Verbrennungsgas ins Innere des Raumschiffes gelangen kann.

Ein Ingeneur hatte das Unglueck berechnet und wusste daher dass es geschehen wuerde. Vergeblich versuchte er alles den Start zu verhindern, doch keiner wollte auf ihn hoeren, trotz seiner berechtigten Erklaerungen zur Beschaedigung der O-ringe.

Denn ca` ein Jahr zuvor startete bereits eine Rakete ins All deren Triebwerk auch durch eine Temperatur von -11 Grad beschaedigt war. Es ist zwar gut gegangen, aber es haette nicht viel gefehlt und dort waere die gleiche Kathastrophe passiert.

Nach der Rekronstruktion der Challengerraketenexplosion wurde auf Aufnahmen auch ein merkwuerdiger Rauch aus Wasserstoff gesichtet der aus der unteren Seite des Triebwerkes empor trat.
Doch das alleine konnte nicht die Ursache gewesen sein, weil die Rakete ansonsten schon beim Start explodiert waere.

Daher forschte man weiter nach einer moeglichen Ursache und fand heraus dass das Triebwerk beim Start und der Zuendung noch geradeso einigermassen stabil war, trotz der Kaeltebeschaedigung, aber kurz vor dem Start flog ein Flugzeug durch genau die Atmosphaere
hindurch, durch die auch die Rakete in der gefaehrlichen Luftdruckzone flog.
Dadurch entstand ein starker Wind der die Triebwerke entgueltig ausser Kraft setzte und das Verbrennungsgas ungehindert die Explosion herbei fuehren konnte.

73 sec. nach dem Start war die Reise tragischerweise zu ende und die Trauer bei Angehoerigen und Beobachtern war gross.

Es war eine Besetzung in der alle Kulturen und Mentalitaeten miteinander vereint waren und Astronauten mit grossen Zukunftsperspektiven.
Eine Lehrerin war mit dahei, die ihre Schueler mit den tiefen Weiten des Weltalls zutiefst euphorisierte und befluegelte. Sie wollte in der Schwerelosigkeit Unterricht geben und war nicht nur wegen ihrer Tapferkeit und Warmherzigkeit sehr beliebt bei den Menschen.
Ihre Schueler brachen in Traenen aus, als sie die Kathastrophe live mit ansehen mussten.

Auch mit an Bord der Grew war ein begeisteter Saxophoniest, der schon viele Konzerte gegeben hatte und im All selbst komponierte Lieder spielen wollte, um diese in der Schwerelosigkeit aufzunehmen.
Nach der Tragoedie waere ein gelplantes Konzert fast abgesagt wurden, was dann doch stattfand und ihm gewidmet wurde.
Auch war er sehr sozial engagiert. Setze sich u.a. fuer Schueler mit Lernschwaechen ein, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermoeglichen.

Bis heute hinterlaesst das Challengerunglueck Spuren deren Wunden niemals heilen werden.
Zwar wurden die Angehoerigen "entschaedigt", aber kein Geld der Welt kann einen Menschen wieder zurueck bringen.

Jetzt frage ich mich warum niemand auf den klugen Ingeneur gehoert hat, der schon vor dem Unglueck alle verwurzelten Ursachen kannte unf alles genau berechnet hatte.
Dennoch wurde er trotz eindeutiger Beweise nicht ernst genommen und stattdessen verlacht.

Was geht in Menschen vor die jegliche Sicherheitshinweise ignorieren?
Lassen sie sich von Illusionen fesseln und ihr Bewusstsein taeuschen oder verbirgt sich dahinter eine heimtueckische Strategie?

2003 geschah wieder ein aehnliches Unglueck bei dem ebenfalls 7 Astronauten ums Leben kamen, als sie wieder aus dem All zur Erde zurueck kehren wollten, weil die Triebwerke versagten.

Ich finde das haette doch nicht sein muessen, waeren die Menschen nur vernuenftiger gewesen. :(

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Re: Ursache des Challangerungluecks 86

Beitrag von pinguin75 » 26 Apr 2015 20:58

Also ich bin Techniker (und Naturliebhaber),
wenn ein Techniker des Herstellers der Feststoffrakete ein bekanntes Problem in Erinnerung ruft
(Dichtungsring in Verbindung mit Kälte) und er wird ignoriert und das wird nicht noch einmal sauber
Durchgegangen mit Kunden und Geschäftsleitung d.h. das Risiko eines "Buummm!" abgeschätzt
(in der Konstellation sowieso heftig) ...

Ich war damals 11 Jahre alt, bin relativ verstört mit den ÖON Nachrichten (=Zeitung) im Bad gesessen damals.

Ich drehe es einmal um:
Warum ist Intel so erfolgreich (im Technikbereich)?
Sie stellen was "technisches" her, man hat den Eindruck "die" sind Techniker von der Putzfrau bis zum Aufsichtsratsvorsitzenden.

Im Fall der Challanger-Kathastrophe hat man das Gefühl Techniker wurden von Verkäufern und "Show" überstimmt.

Für die 7 Astronauten kann man nur hoffen das es sehr schnell gegangen ist.

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