Südostasien-Blog, die Zweite

Alles, was nicht zu den anderen Punkten passt. Off Topic und Themenvorschläge, die in diesem Forum disskutiert werden sollte

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ClaudiaBryozoa
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Südostasien-Blog, die Zweite

Beitrag von ClaudiaBryozoa » 27 Jul 2009 15:45

Südostasien-Blog, die Zweite:

Indonesien: Bhineka Tunggal Ika (Einigkeit in der Vielfalt)

Bild

http://www.unicef.org/infobycountry/ima ... sia_en.gif

Es ist ein netter Zufall, dass Robert eine West-Papua-Expedition für 2010 plant. Ich werde daran zwar nicht teilnehmen können, aber ich werde die nächsten Monate ebenfalls in Indonesien verbringen, sollte nicht noch in letzter Sekunde etwas dazwischenkommen *fingerkreuz* ab diesem Freitag werde ich fünf Wochen lang in Indonesien - davon fünf Tage auf der Vulkan-Insel Krakatau - verbringen, und ab Oktober werde ich die Datenerhebung für meine Diplomarbeit auf der indonesischen Insel Sulawesi beginnen.
Aus diesem Grund möchte ich hier an Bellis Südostasia-Blog anknüpfen :) und zunächst ein paar Informationen über Indonesien bringen und auch später selber etwas bloggen (so es denn etwas zu berichten gibt - was ich sehr stark hoffe :) !) Sollte ich Informationen falsch wiedergeben, bitte einfach drauflos korrigieren - es wird mein erster Aufenthalt in Indonesien, und alles, was ich bisher über dieses Land weiß, habe ich aus Büchern und von Kollegen und Bekannten, die in Indonesien auf Urlaub waren oder für längere Zeit dort gelebt (und auch gearbeitet) haben.

Indonesien - kurz gefasst

Bezogen auf seine Einwohnerzahl ist Indonesien der viertgrößte Staat der Erde: 245,5 Millionen Menschen leben hier. Wie unregelmäßig die Einwohner über den Inselstaat verteilt sind, zeigt sich alleine darin, dass 130 Millionen davon - das sind über 50 % - auf der Insel Java leben. Pro Quadratkilometer leben auf Java somit mehr als 1.000 Menschen. Für Indonesien selbst sind es nur noch 126 Menschen pro Quadratkilometer - für Papua sind es schließlich weniger als zehn.
Ich habe gerade den Begriff „Inselstaat“ verwendet - offiziell besteht Indonesien aus 17.508 Inseln; Schätzungen gehen allerdings von mehr als 18.000 aus. Die größten hierbei sind Sumatra, Java, Bali, Lombok, Sumbawa, Flores, Timor, und nördlich davon Kalimantan (Borneo), Sulawesi (früher Celebes) sowie die Westhälfte von Papua, auch unter dem Namen Irian Jaya bekannt. Die Gesamtfläche Indonesien erstreckt sich über 1.920.000 km², über eine Länge von mehr als 5.000 km entlang des Äquators.
Der Inselstaaten-Charakter schlägt sich auch in Kultur und Umwelt nieder, sowie im „Slogan“ des Staats - Bhineka Tunggal Ika bedeutet soviel wie „Einigkeit in der Vielfalt“. Die kulturelle Bandbreite Indonesiens ist enorm, ebenso die ethnische. In Bezug auf seine Naturschätze und -schauplätze hat der Inselstaat ebenso einiges zu bieten: Auf Sumatra, Bali, Nusa Tenggara und Sulawesi z.B. finden sich Vulkane, während auf Papua z.B. wiederum Gletscher zu finden sind. Im Süden Borneos und Papuas sowie im Osten Sumatras herrschen Sümpfe und Mangroven vor. Mehr als 2/3 von Indonesien sind mit tropischem Regenwald bedeckt, der vor allem auf Sumatra, Borneo, Sulawesi und Papua zu finden ist. Früher war auch Java davon bedeckt, jedoch wurde der Regenwald dort bereits vor Jahrhunderten für agrikulturelle Zwecke gerodet. Auch heute noch steht tropische Regenwald Indonesiens vor denselben Problemen wie jeder Brasiliens: Täglich verschwinden große Areale durch Abholzung, für die Holzindustrie, die Agrikultur und anderer natürlicher Ressourcen.
Neben der terrestrischen Vielfältigkeit kommt natürlich noch ein umfangreiches tropisches Unterwasser-Leben (wie Rainer in seinem Indonesien-Bericht sehr eindrucksvoll gezeigt hat): Indonesien gilt als ein Epizentrum der marinen Biodiversität. Innerhalb Indonesiens soll die Artenvielfalt hierbei am höchsten im Nordosten Sulawesis und vor West-Papua sein, mit Bereichen, wo es bis zu 3.000 alleine an Fischen gibt. Zum Vergleich - im Roten Meer sind um die 1.100 Fischarten bekannt, vom Great Barrier Reef um die 1.500 Arten! Und ganz ehrlich als Taucher wird einem schon bereits bei solch einer Artenvielfalt vor Freude ganz schwindlig unter Wasser :)

Bild

http://www.livingcoloursdiving.com/tied ... HrPdsJ.jpg

Berühmte Tauchplätze gibt es vor allem vor Borneo, Sulawesi und - noch weniger bekannt und betaucht - West-Papua, wo man vor allem Großfische bewundern kann. (Mehr Infos über Papua in Roberts Ausschreibung - viel Spaß an alle, die an dieser Expedition teilnehmen!)


Empfohlene Impfungen

Für den Aufenthalt auf Java und Sulawesi wurden mir vom Tropeninstitut in Wien folgende Impfungen empfohlen:

- Japan-B-Encephalitis
- Cholera
- Typhus
- Tollwut
- Hepatitis A+B

Cholera wurde mir nicht unbedingt zwingend empfohlen, kann aber unter Umständen (vgl. Durchfall-Reiseversicherung) sehr zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen. Typhus ist zwar an sich keine heftige Erkrankung, wird aber wegen einer zunehmenden Immunisierung der Erreger gegenüber medizinischer Behandlung sehr ans Herz gelegt.
Weiters wird dringend Gelsenschutz empfohlen - Zum Auftragen auf Haut und Kleidung, aber auch durch Kleidung selbst: Empfohlen wird helle, lange und weite Kleidung. Gelsen übertragen unterschiedlichste Krankheiten weltweit - in Indonesien z.B. sind Malaria und Dengue zu erwähnen. Gegen beide Krankheiten kann nicht geimpft werden, in manche Gebiete empfiehlt es sich daher, eine Malaria-Reiseprophylaxe mitzunehmen. Für Dengue ist die einzige Prophylaxe - wie bereits erwähnt - ein ausreichender Gelsenschutz. Achtung: Die Anopheles-Mücke, die Malaria übertragen kann, ist dämmerungsaktiv, während die Aedes-Mücke, welche Dengue überträgt, ausschließlich tagaktiv ist.
Wichtig: eine wiederholte Infektion mit Dengue kann zu einem hämorrhagen Fieber mit Todesfolge führen!
Genauere und fachkundigere Informationen sowie die nicht unerheblichen Preise für die oben genannten Impfungen sind am besten bei Experten einzuholen, z.B. beim Tropeninstitut in Wien:

http://www.tropeninstitut.at/de/kontakt/

oder traveldoc, einem reisemedizinischen Zentrum:

http://www.traveldoc.at/


Okay - dies soll soweit mal einen Auschschnitt aus der Vielfältigkeit dieses Landes geben. Für weitere Informationen - vor allem zur Geschichte, Politik, etc. möchte ich ein sehr ausführliches und dabei sehr kompaktes Buch empfehlen - einen der wenigen Indonesien-Reiseführer, die es am Markt gibt (bzw. die ich am Markt gefunden habe):

Justine Vaisutis, Neal Bedford, Mark Elliott, Nick Ray, Iain Stewart, Ryan Ver Berkmoes, China Williams, Patrick Witton, Wendy Yanagihara: Idonesia.

Bild

http://www.lonelyplanetitalia.it/shop/c ... 401151.jpg

Das Buch ist auf Englisch erhältlich, ist 924 Seiten stark und im Verlag Lonely Planet erschienen. Einen guten Teil meiner Informationen, die ich in diesem kurzen Beitrag wiedergebe, habe ich aus diesem Buch entnommen. Ich hoffe mal, dass das Buch mal einen guten Start für Leute wie mich bietet, die irgendwie trotz aller Information noch überhaupt keine Vorstellung von dem haben, was sie in dieser "anderen" Welt so erwartet :lol:
Zuletzt geändert von ClaudiaBryozoa am 27 Jul 2009 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 27 Jul 2009 15:49

…und was macht Claudia jetzt eigentlich in Indonesien?

Diesen Freitag fliege ich zu einem Projektpraktikum(300384 Field Course in Animal Ecology : Biogeography of the Krakatau Islands (Indonesia)) auf Java, das aus einer Kooperation zwischen dem Department für Populationsökologie der Uni Wien und der University of Bogor in Java entstanden ist. Die Dauer des Kurses beträgt 3 Wochen - es werden Populationszählungen von Vögeln und Schmetterlingen auf der Vulkaninsel Krakatau vorgenommen.

Bild

Der Anak Krakatau bricht aus.

http://www.volcanodiscovery.com/volcano ... d21463.jpg

Anak Krakatau, einer der aktivsten Vulkane weltweit, ist zuletzt vor einem Jahr ausgebrochen. Da spezielle Genehmigungen notwendig sind, um die Insel zu betreten, werden wir unter den ersten sein, die dort wieder Bestandsaufnahmen machen (falls es interessiert - ich bin eine der Schmetterlingszähler. Wenns schon keine Fische gibt, bevorzuge ich Wirbellose :lol:). Weiters werden ausgewählte javanische Nationalparks sowie ein Hochland-Regenwald besucht werden.
Im Anschluss an das Praktikum werde ich zwei Wochen in Nord-Sulawesi verbringen und mir die Unterwasser-Welt (speziell den dortigen Fischreichtum :D) etwas genauer anschauen. Sooft als möglich, möchte ich von Zeit zu Zeit gern Bilder und kurze Berichte bloggen :)

Grüße aus Wien von einer etwas nervösen, aber mit Vorfreude erfüllten

Claudia :shark: :)
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Beitrag von Belli » 27 Jul 2009 19:49

HiHo Claudia!!!

Wünsch dir ganz viel Spaß in Indonesien und viel viel Glück für deine Diplomarbeit!!!

Liebe Grüße,

Belli :)
Gibt es denn jemanden, der nichts merkt, nichts von dem wundersamen Geheimnis ahnt, das über diesem Meer liegt, dessen sanfte Wogen von einem unter ihnen verborgenen Wunder zu erzählen scheinen? (Melville)

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Beitrag von hemimastix » 27 Jul 2009 23:35

Ich schließe mich ganz den Grüßen von Belli an. Und grüße die Mollusken von mir :D
PS::
War gerade in Dahab. Liebe Grüße darf ich von Salem ausrichten, er hat vor 3 Wochen geheiratet. Ich schicke dir mal Bilder sobald ich das Material aufgearbeitet habe.

Duck dich oder renn, wenn der Vulkan wieder ausbricht :wink:

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Beitrag von Tich » 28 Jul 2009 13:28

Da hast du dir ja eine überaus schöne Ecke ausgesucht für das Praktikum und deine Diplomarbeit.

Wünsch dir eine schöne Zeit und viel Erfolg mit deinen Arbeiten.

lg, Andi

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Beitrag von Susanne Scheiblauer » 29 Jul 2009 08:40

Hai Claudia!

Ich wünsche Dir eine schöne Zeit in diesem Teil der Welt und freue mich schon auf Berichte von Dir!

Gute Reise!
Susi
Meeresbiologin
Aktivteam Sharkproject Österreich

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 31 Jul 2009 09:22

Hi Claudia

danke für den schönen Bericht! Und alles Gute nach Südostasien ... Ich muss noch ein gutes Jahr warten, bis ich diese Region besuchen darf ... 8)
Die ... Begeisterung, die wir beim Betrachten der Natur empfinden, ist eine Erinnerung an die Zeit, da wir Tiere, Bäume, Blumen und Erde waren ... das Wissen um unser Einssein mit allem, was die Zeit vor uns verborgen hält. Leo N. Tolstoi

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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 29 Aug 2009 06:18

Hi Leute,

vielen Dank fuer die lieben Eintraege. bisher hat sich hier leider noch nicht viel getan und ich kann auch noch nicht mit Fotos aufwarten - hacke gerade im Internet im Buero eines sulawesischen Angestellten herum :lol: - nur mal soviel: Auf meinen Speicherkarten befinden sich bereits 3.000 (!) Fotos, die nur darauf warten, bearbeitet zu werden.

Derzeit befinde ich mich auf der Insel und dem Meeresschutzgebiet Bunaken vor der Hauptstadt von Nordsulawesi, Manado, und geniesse einen herrlichen Tauchurlaub. Im letzten Monat hat sich einiges getan - Der Anak Krakatau hat sich tatsaechlich hoechst aktiv gezeit, waehrend wir auf dem Krakatau Archipel zu Gast waren (ich glaube, 90 % aller Fotos, die in der Zeit geschossen worden sind, zeigen den rauchenden Vulkanschlot :lol: ) und ich weiss jetzt, wie es sich anfuehlt, waehrend eines mittelgrossen Vulkanausbruchs vor dem Vulkan herumzuschnorcheln ; wir haben alle einiges ueber tropische terrestrische Tiere und ihre Oekologie gelernt; im Nationalpark Gungung Halimun Salak durften wir inmitten eines tropischen Bergregenwalds Feldarbeit machen (und eine deutlich groessere Artenvielfalt als am Krakatau Archipel bewundern); vor allem aber haben sich einige neue Freundschaften ergeben :) kurz: es waren drei sehr aufregende Wochen in Java! Zur Naturgeschichte von Anak Krakatau moechte ich noch etwas mehr schreiben, wenn ich zurueck in Wien bin.

soviel mal dazu - jetzt gibts dann wieder eine Runde schnorcheln :)

liebe Gruesse aus Bunaken

Claudia Bryozoa :shark:

P.S. fuer alle, die nur auf irgendwelche Kommentare zur hiesigen Fischfauna warten - es ist einfach wunderschoen! Napoleons auf fast jedem Tauchgang und sogar mal beim Schnorcheln am Riffdach, Drop-offs und mordsmaessig upwelling - massenhaft Fisch und von Zeit zu Zeit schwimmt schon auch mal gemuetlich ein Schwarz- oder Weissspitzenriffhai vorbei :)
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Beitrag von Tich » 29 Aug 2009 20:44

Das hört sich ja traumhaft an, da werd ich richtig neidisch.

Hier in El Quseir haben wir zwar auch ein sehr schönes Hausriff, aber es fehlen die Hai-lights :shark: und bis auf ein paar große Zackis (mit viel Glück) und Baby Adlerrochen ist kaum ein Fisch >60cm zu finden.

Den einzigen Napoleon hab ich auf einer Jeep-Safari etwas nördlich gesehen.

Auch das Land (und damit meine ich so ziemlich alles über dem Meeresspiegel) gefällt mir nicht so gut wie z.B. die Seychellen. Hab schon gerne etwas grün und nicht nur Staub und Wüstensand. An Tieren und Pflanzen gibt es dementsprechend wenig zu sehen, auch wenn ich noch nicht die Gelegenheit hatte mir die Wüste etwas genauer anzusehen.

Meine nächste Tauch-Reise geht sicher wieder in tropische Gefilde, von Ägypten hab ich vorerst einmal genug.

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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 14 Sep 2009 19:12

Selamat malam, wie man zu dieser Uhrzeit in Indonesien sagt,

Hai Andi,
du liest dich etwas enttäuscht von Ägypten, was ich sehr schade finde :( offenbar hattest du in der Mövenpick Bucht heuer etwas Pech mit den größeren Fischen, wo doch einige Male von Walhaien berichtet worden ist. Waren die großen Adlerrochen (nicht nur die süßen Winzlinge - ich meine die richtig großen Brocken?!) in der Bucht nicht mehr da? Und der große Federschwanz-Rochen? Was ist mit den Napoleons auf der rechten Seite? :( Niko und ich haben letztes Jahr auch einen enorm großen Arabischen Kaiserfisch gesehen, den größten Kaiserfisch, den ich je gesehen habe, und Niko durfte letztes Jahr auch einen Segelfisch und einen Schwarzspitzenriffhai beim early morning - Schnorchel bewundern.. wobei er damit sicher ein ziemliches Glück hatte... wie auch immer, ich hoffe beim nächsten Mal erwischt du wieder eine Destination, die dir ein bisschen mehr zusagt :) (Master-Arbeit auf den Seychellen? :) )


ich bin derzeit auf kurzem „Heimurlaub“ in Europa - vor nicht einmal einer Woche aus Indonesien zurückgekommen und noch immer am Fotos aussortieren :lol: heute finde ich endlich einmal die Zeit, auch ein wenig für den Blog zu schreiben. Zum Glück, denn die nächste Woche werde ich eher wenig Zeit dazu haben, und im Oktober geht’s auch schon wieder zurück nach Indo!

Alle Informationen, die ich hier über Krakatau präsentiere, stammen zum Großteil von meinen Dozenten an der Universität Wien, von Dozenten der Agricultural University Bogor, von Anschlagtafeln auf Anak Krakatau und - leider, wie ich zugeben muss - ein kleiner Teil auch von Wikipedia.

Indonesien - Land der Vulkane
Beim Wort „Vulkan“ wandert so mancher im Geiste vermutlich in den hohen Norden, etwa nach Island. Oder weit raus in den Pazifik, nach Hawaii. Doch auch Indonesien hat zu diesem Thema einiges zu bieten, zählt es sich doch zu den Ländern mit den meisten aktiven Vulkanen auf der Welt. In Nordsulawesi, oder Sulawesi Utara - wie etwa von Manado, der Hauptstadt von Sulawesi Utara - kann man nachts Vulkanfeuer am Horizont bewundern. In der Sunda-Straße zwischen der Hauptinsel Jawa und Sumatra liegt wohl einer der berühmtesten Vulkane der Welt, Anak Krakatau, der als einer der aktivsten Vulkane weltweit gilt. Dabei ist das „Kind von Krakatau“ (indonesisch: anak = Kind) noch gar nicht so alt, wie es sich für ein Kind eben gebührt. Tatsächlich ist Anak Krakatau - wie so viele von uns, wenn nicht alle in diesem Forum - erst im 20. Jahrhundert entstanden! Ich möchte an dieser Stelle ein wenig von der spannenden - und aus menschlicher Sicht teilweise höchst tragischen - Entstehungsgeschichte dieses Vulkans berichten.

Bild

Geografische Lage von Anak Krakatau (bzw. dem gesamten Krakatau Archipel), markiert durch den roten Pfeil.

http://www.crisp.nus.edu.sg/coverages/A ... es/map.jpg

Krakatau
Das heutige Krakatau-Archipel besteht aus den vier Inseln Rakata, Panjang, Sertung und Anak Krakatau; Rakata, Panjang und Sertung stellen dabei die Überreste des gewaltigen Vulkan Krakatau I dar, der sich 2 km über dem Meeresspiegel erhoben haben und einen Durchmesser von 12 km gehabt haben soll - Dimensionen, die man sich nur schwer vorstellen kann.

Im Jahre 1883 brach der Kakatau über mehrere Monate hinweg regelmäßig aus. Diese Serie an Eruptionen gipfelte am 27. August des Jahres schließlich in einer gigantischen Explosion, bei der mehr als zwei Drittel des Vulkans verschwanden und entlang der Küsten Sumatras und Jawas viele Menschen starben - die offizielle Zahl ist 35.417, allerdings gehen die Schätzungen hoch bis auf über 120.000 Tote. Angeblich soll die gewaltige Eruption nach Osten hin bis nach Westaustralien, nach Westen hin bis nach Madagaskar und Mauritius zu hören gewesen sein, und einen 40 m hohen Tsunami ausgelöst haben. Weitere Zahlen zu diesem Ereignis möchte ich hier nicht bringen - ein Artikel auf Wikipedia fasst sie sehr schön zusammen, außerdem gibt es - für Liebhaber seriöserer Quellen :lol: - auch Bücher darüber.

Bild

zeitgenössische Darstellung des Krakatau-Ausbruchs vom 27. August 1883.

http://fohn.net/biggest-tsunami/1883_krakatau.jpg

Vom ehemaligen Riesenkrater des Krakatau blieben im Endeffekt drei deutlich kleinere Inseln zurück: Rakata, Panjang und Sertung, die einen Ring aus Inseln bilden. Dies blieb für eine Weile so. Unter Wasser ging es jedoch weiter mit der vulkanischen Aktivität - an dieser Stelle ist es vielleicht interessant zu erwähnen, dass das Meer hier 2.000 m tief ist.
1927 schließlich war es soweit - ein neuer Vulkan begann zu wachsen. 1930 erhob sich die Spitze des neuen Vulkans - Anak Krakatau - erstmals über Wasser. Wie man sieht, hat sich seither einiges getan: Durch mehr oder weniger regelmäßige Eruptionen über die Jahre hinweg ragt Anak Krakatau mittlerweile einen halben Kilometer aus dem Meer; spärlicher als die anderen drei Inseln des Archipels, aber doch, säumt tropische Vegetation seine Ufer; den Fuß des Kraters dominieren Bestände einer schnell wachsenden Pionierpflanze, der Casuarina, denn auch heute noch ist Anak Krakatau aktiv: es sind Ausbrüche von 2007, 2008 und auch 2009 dokumentiert (wobei ich die für August 2009 sehr nachdrücklich bestätigen kann :lol:). Einer unserer Mitreisenden hatte ein Buch über Vulkane dabei, in welchem das Foto eines mittelstarken Ausbruchs des Anak Krakatau abgebildet war. Das Bild hat sich nicht wesentlich von dem unterschieden, was Anak uns während unseres Aufenthalts auf dem Archipel geboten hat!

Bild

Das Krakatau Archipel aus der Vogel-Perspektive, die Inseln sind noch mit den alten Namen versehen. Lang = Panjang; Verlaten = Sertung (auch Rakata kecil, was "kleiner Rakata" bedeutet); Krakatau = Rakata.

http://www.phschool.com/science/planetd ... 7/krak.jpg

Ein Vulkan im Brennpunkt Ökologischer Fragestellungen
Für Biologen, welche die Wiederbesiedlung nach dem Ausbruch von Krakatau 1 untersuchten, stellte sich bald eine Frage, die heute als das „Krakatau-Problem“ bekannt ist - gibt es Leben, welches den Ausbruch überlebt hat, oder hat der Ausbruch das Archipel jeglichen terrestrischen Lebens entledigt und „sterilisiert“? Ein Grund dafür ist, dass 1884, nur ein Jahr nach dem Ausbruch, auf der heute größten Insel Rakata (wieder?) Vegetation vorhanden war - an tierischem Leben ist nur eine einzige Spinne gefunden worden. Natürlich könnte es sein, dass Spinnen auf Krakatau überlebt haben. Genauso gut ist es aber möglich, dass diese eine Spinne bereits ein Wiederbesiedler war. Manche Leute würden es vielleicht nicht glauben, aber Spinnen haben sich als sehr erfolgreiche Erst- und Wiederbesiedler gezeigt!
Wie auch immer - der Ausbruch des Krakatau hat auch nachfolgende Generationen von Biologen inspiriert (und auch zur Entwicklung unterschiedlicher Theorien zu Evolution auf Inseln und Inselbiogeographie beigetragen). Der berühmte amerikanische Entomologe Edward O. Wilson hat sich sogar daran gemacht, eine Art „Mini-Krakatau“ nachzustellen, indem er winzige, unbewohnte Inseln in den USA von jeglichem tierischen und pflanzlichen Leben befreit und dann die Wiederbesiedlung untersucht hat (ironischerweise waren auch hier - einmal mehr - die ersten entdeckten tierischen Organismen wieder - Spinnen!). Bis heute reichen Studien zu ausgewählten Organismengruppen - wie etwa Vögeln und Schmetterlingen - auf dem Krakatau-Archipel, das sich immer noch in der Sukzession befindet; wir selbst durften in unserem Feldkurs ein wenig in die terrestrische Tropenökologie schnuppern, und ich kann nur jedem Interessierten, der irgendwann irgendwie die Möglichkeit haben sollte, irgendwann von irgendeiner Institution weltweit aus Feldarbeit auf Krakatau zu betreiben - um Himmels Willen, nutzt diese Möglichkeit! :D

ClaudiaBryozoa und die Krakatau-Erfahrung
Die Krakatau-Erfahrung lässt sich nur schwer in wenigen Worten beschreiben, aber ich beginne mal eine kurze Stichwortliste: Warane - bebende Erde - Feuer - Vulkanasche im Haar - angebrannter Reis - SEGAR SARI!! :lol: ich könnte ewig mit dieser Liste fortfahren, darum versuche ich mich jetzt einfach mal mit einem zusammenhängenden Bericht.
Das Abenteuer hat in Bogor, einer quirligen und herrlich typisch indonesischen Stadt südlich von Jakarta, in welcher Touristen etwas erstaunt angestarrt werden, an der Agricultural University of Bogor, dem IPB, begonnen. Hier sind wir zum ersten Mal den indonesischen Studenten - 6 aus Jawa und 2 aus Sumatra - und einem indonesischen Entomologen begegnet, mit denen wir die nächsten drei Wochen arbeiten und leben sollten, und von hier führte unsere Reise im kleinsten Reisebus der Welt uns zunächst nach Labuan, einer winzigen Ortschaft „am Ende der Welt“, im Südwesten Jawas. Unsere Absteige in Labuan kann man nur als Moskito-Paradies beschreiben - in den Toiletten (Western Style!) gab es ganze Aedes-Metropolen, die Wände der Zimmer zeugten von vergangenen Jahrhunderten gepflegter Moskito-Totschlag-Kultur :lol: ich war sehr froh, ein gutes Moskitonetz im Gepäck zu haben!
Von Labuan ging es früh am nächsten Morgen auf die Boote - eine 6 h - Fahrt auf den kleinen schnittigen Fischerbooten trennt das westliche Jawa vom Krakatau-Archipel.

Die besten Boote der Welt
Hier möchte ich mich kurz über die indonesischen Boote auslassen. Ich war schon in so manchem Boot. Und ich werde ausgesprochen schnell sehr arg seekrank. Ich war an diesem Morgen dementsprechend angespannt, als wir uns auf den Weg zum kleinen Hafen von Labuan machten. Wie positiv überrascht war ich dann von diesen kleinen, flachen, herrlichen Booten - keine Spur von Seekrankheit! Eine Seefahrt, die ist lustig - auf indonesischen Booten durchaus! Es ist so schön, einfach in ein Boot steigen zu können, ohne nach zehn Minuten schon grün anzulaufen (wie es mir leider in Australien und den Seychellen stets trotz Medikamenten passiert ist) oder irgendwann gar wie ein schlaffer, kotzender Sack über der Reeling zu hängen. Kurz: ich habe mich in die indonesischen Boote verliebt :lol:
Nach langer, langer, langer Zeit (die wir großteil auf den Booten mit Schlafen und Sonnenbrand acquirieren verbracht haben) sahen wir dann endlich die Silhouette von Rakata, der flächenmäßig größten und (noch) höchsten Insel des Krakatau-Archipels vor uns. Bald erschienen auch die Umrisse von Anak Krakatau, Panjang, Sertung und der Insel Sebesi, und unsere Vorfreude auf das, was kommen sollte, wurde größer.

Anak Krakatau
Ursprünglich war geplant, die eine Woche, die für das Archipel kalkuliert war, auf Anak Krakatau zu verbringen. Leider machte das etwas launische Kind selbst uns diesbezüglich einen Strich durch die Rechnung - noch während wir auf dem Meer waren, stellten wir fest, dass seltsame Wolken über dem Vulkan hingen. Fünf Minuten später sahen wir, dass diese Wolken aus dem Inneren des Anak quollen - der Vulkan war aktiv!
Zunächst schlugen wir das Camp am Strand des Anak auf. Eine Stunde später mussten wir es dann jedoch abbauen, da einer der Rancher, die uns beaufsichtigen sollten, uns aus Sicherheitsgründen nach Sertung verbannt hat. Der Grund: es hat nicht nur der kleine Krater, der seit einigen Tagen bereits aktiv war, gespuckt. Am Tag unserer Ankunft ist ein neuer, größerer Krater aktiv geworden!

Dieser „Ausreisebefehl“ hat uns allerdings nicht davon abgehalten, erste Übungstransekte auf Anak zu machen, bevor wir weiter nach Sertung mussten :lol: es war einerseits faszinierend, auf einem aktiven Vulkan Bläulinge zu fangen, während im 10 Minuten-Takt der Boden unter den Füßen sanft vibrierte und der blaue Himmel über dem Kopf laut zu grollen begann. Andererseits hatte so mancher zugleich auch etwas weiche Knie, was man auch niemandem übel nehmen kann… (eine Gruppe war dabei so nahe am Fuß des Vulkans, dass sie bei einem relativ starken Ausbruch Bimssteine über ihre Köpfe regnen gesehen haben).

Ich war übrigens auch vor Anak Krakatau schnorcheln - ich habe satte 8 Fisch-Arten gezählt! :lol: darunter einen Straßenkehrer und einen Schnapper, womit sich für mich der kurze Ausflug ins Nass auch schon ausgezahlt hat :lol:

Abends haben wir dann unser Lager auf Sertung aufgeschlagen - bei der winzigen Station der Rancher, die hier permanent leben. Das Beste an Sertung: Diese Insel hat doch tatsächlich Süßwasser! Und, fast genauso wichtig ;) einen herrlichen Strand mit Blick auf Anak Krakatau - was sehr spannend war, denn nachts spuckte der Vulkan dann Feuer! Dieser Umstand ließ fast vergessen, dass der Spülsaum am Strand zu 95 % aus Flipflops in allen Farben und Größen bestanden hat :lol:
Der nächste Morgen begann - zumindest für mich - sehr unüblich. Als ich meine Augen aufschlug, starrte mein Zeltgenosse von innen auf die Zeltwand und meinte nur: „Die Waranzunge.“
Ich hab mir nur gedacht - was? Hä?
Und wieder: „Die Waranzunge!“
Als ich dann ein schleppend-schlurfend-schlappriges Geräusch vernommen hab, hab auch ich dann meinen Blick auf die innere Zeltwand geworfen. Und tatsächlich - man sah die Silhouette eine dunkle, schlanke und am Ende gegabelte Waranzunge über die Zeltwand lecken! :lol: ich hab keine Minute gebraucht, mich anzuziehen und mit meiner treuen Kamera bewaffnet aus dem Zelt zu stürmen und einen etwa 2 m langen Waran (möglicherweise Varanus salvator) dabei zu ertappen, wie er Insekten von der Zeltwand leckte!

Während unseres Aufenthalts auf Sertung waren die Warane ein allgegenwärtiger…Umstand :lol: passte man einmal nicht in der Küche auf, stand auch schon eines der Tiere drin, um Eier und Tofu zu stehlen (zum Leidwesen meiner Mitreisenden haben sie sich nicht an den unbeliebten eingedosten Sardinen in Tomatensoße vergriffen) oder gleich vor Ort zu vertilgen. Am späten Vormittag lagen die Warane unweit unseres Zeltplatzes auf Baumstämmen oder in den niederen Stauden, um sich zu sonnen. Wenn die meisten Leute unterwegs waren, um Transekte zu machen, wanderten die Warane ohne Eile über den Zeltplatz. Sie waren nicht scheu, manchmal etwas penetrant, aber nie aggressiv, und schon eine entschlossen auf sie zuschreitende oder einfach in die Hände klatschende ClaudiaBryozoa reichte aus, um die Tiere in die Flucht zu treiben. 10 Minuten später standen sie dann zwar wieder auf der Matte, aber, wie gesagt - sie waren nicht aggressiv. Sie haben nie versucht, nachts in Zelte einzudringen, und haben nie jemanden angegriffen. Gegen Ende unseres Aufenthalts sind unsere Fischer sogar dazu übergegangen, ihnen Teller mit Essensresten rauszustellen - wenn man eh nicht vermeiden kann, dass die Tiere kommen, hält man sie mit milden Gaben wenigstens draussen… es war amüsant anzusehen, wie ein 2 m langer Waran - byawak im Indonesischen - gesittet wie ein Kätzchen einen Teller voller Essensreste sauber putzt. Mit dem Unterschied, dass Kätzchen selten mit ihren Schnauzen Löcher in die Teller schlagen :lol:
Die nächsten Tage bestanden schlicht und einfach aus Transekten auf allen vier Inseln (Schmetterlinge fangen oder Vögel beobachten), dreimal am Tag Reis zu essen und Segar Sari (die scheusslichste und am chemischsten schmeckende Brause der Welt :lol:) herunterzuwürgen und das Hauptabendprogramm zu geniessen - darauf zu warten, dass Anak wieder Feuer spuckt. Die stärkste Eruption während unseres Aufenthalts auf Sertung war eines abends, als wir den gemeinsamen Geburtstag zweier unserer Kollegen feierten - es wurde gerade gesungen, als uns Anak unterbrach, mit der lautesten Eruption und dem meisten Feuer seit unserer Ankunft! - „Hey, Anak just wished you a happy birthday, guys!“ :lol:

Während unseres Aufenthaltes war Anak durchgehend aktiv, mit mal längeren (um die 2 Stunden) und mal kürzeren Intervallen (im 10-15 Minuten-Takt). Die letzten beiden Nächte am Krakatau-Archipel verbrachten wir dann auf Rakata. Rakata ist so ganz anders als die anderen drei Inseln - ein Großteil der Insel wird von einem enormen Berg aus rötlichem Gestein eingenommen, der ursprünglich ein Teil der Außenwand von Krakatau I war. Als Strand war nur ein sehr schmaler Streifen entlang der Küste von Rakata vorhanden - wie wir bei unserer Ankunft - es war ein Samstag - feststellen mussten, waren zahlreiche Touristenboote entlang dieses Strands vor Anker, und ein Touristen-Zeltcamp reihte sich neben das andere. Wir hatten Glück, überhaupt noch einen Platz zu bekommen, der oberhalb der Flutlinie war (wir wollten natürlich, wie auch die Touristen, einen Platz auf der Anak zugewandten Seite von Rakata ergattern)… am Tag drauf machten sich die Touristen wieder auf den langen Rückweg zum Festland, und zurückblieben nur wir und ein paar Fischer. So kam es, dass die Touristen den stärksten Ausbruch während unseres gesamten Aufenthalts verpassten. Gesehen habe ich ihn nicht, aber ich bin wach geworden. Was mich an mir selbst in Bezug auf Anak am meisten fasziniert ist, dass ich mich nicht davor fürchte, dass etwas passiert. Aber mein Körper scheint es sehr wohl zu tun. Ich bin einfach nur wachgeworden von dem gewaltigen Grollen, ohne Furcht. Aber mein Körper ist aufgeschossen und hat sich hinter meinem Zeltgenossen versteckt :lol: solche verkappten Fluchtreaktionen sind mir schon früher auf Krakatau aufgefallen, obwohl ich mich in dem Moment nicht gefürchtet habe. Muss wohl Instinkt oder das Unterbewusstsein sein - ich träume seit diesem Aufenthalt immer wieder davon, auf Anak zu sein, und eine gewaltige Eruption zu erleben. In jedem Traum werden die Ausbrüche heftiger und die Gesteinsbrocken, die vom Himmel regnen, größer..

Bild

noch keines von meinen Fotos, aber trotzdem eindrucksvoll: Ein Ausbruch des Anak Krakatau

http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/ ... mf8621.jpg

Am 10. August ging es dann schließlich weiter - eine sechstündige Fahrt von Krakatau zum Ujung Kulon Nationalpark, der unter anderem die Insel Peucang und ein Gebiet auf dem Festland von Jawa einschließt, stand uns bevor. Bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts war das Krakatau Archipel übrigens offiziell Teil des Ujung Kulon Nationalparks; seit den 90ern stellt Krakatau ein eigenes Schutzgebiet dar.

Für heute habe ich allerdings genug geschrieben - ich werde mich in den nächsten Tagen bemühen, weiter an diesem Bericht zu schreiben und auch ein paar Fotos hier online zu stellen. Sollte es jemand nicht bis dahin erwarten können ;) auf Facebook habe ich bereits die Fotos der Landtour online gestellt - sollte es jemand nicht erwarten können und auf Facebook sein, bitte sehr :)

Soweit mal dazu - Gute Nacht und mimpi indah!

ClaudiaBryozoa
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Terima kasih

Beitrag von fidelfisch » 15 Sep 2009 16:00

Terima kasih Claudia,
sehr schöner Bericht. Ich erwarte freudig die Fotos.
Als ich vor 7 Jahren auf Java war, konnte ich auch einen aktiven Vulkan sehen und ich glaube ich habe auch die gleiche Brause getrunken :)

lg aus El Quseir

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Beitrag von Wolfgang Suchy » 16 Sep 2009 14:56

Hallo Claudia,
nettes Fleckchen hast Du Dir da ausgesucht.

Wir fliegen die letzte Oktober Woche nach Manado, sind dann eine Woche auf einer Insel in der Lembeh Street, und dann eine weitere Woche im Bunaken Nationalk Park auf einer Insel.

Wo warst Du genau?
Kommt der Teil der Reisebeschreibung noch vor unserem Urlaub?

LG,
Wolfgang

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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 21 Sep 2009 19:04

hi Wolfgang,

geplant ist es schon, dass ich den Reisebericht noch schreibe, weil ich am 10. Oktober wieder nach Sulawesi fliege und noch ausstehende Internet-Berichte noch möglichst davor erledigen will :) bin derzeit in Norddeutschland auf einer Summer School, am Alfred Wegner Institut.

Lembeh, wie piiieps! Darum beneid ich dich ja jetzt, soll absolut toll sein da, das weltbeste muck diving... :) ich war im Bunaken National Park direkt auf Bunaken, im Resort Bastianos. Tipp - schau, dass du eine Tauchexkursion nach Manado ans Festland (sehr schönes muck diving!) und nach Bangka (enorme Weichkorallenriffe mit muck Charakter :)..) machen kannst. Vor der Insel Nain kann man auch Hammerhaie sehen mit viel Glück, ich hab sie leider nicht gesehen...

liebe Grüße aus Sylt!

C
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Beitrag von ClaudiaBryozoa » 21 Sep 2009 19:08

ach ja... piiieps ist hier g e i l ... sorry :roll: :lol:
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Beitrag von Wolfgang Suchy » 22 Sep 2009 07:39

Hi Claudia,
besten Dank für die Tipps.
Dein Pieps konnte ich schon übersetzten :lol:
Wird ja auch bei Lurchen oder Fischen für das hintere Wirbelsäulenende verwendet...

Wir sind zuerst im Nad Lembeh Resort, und anschließend bei den Blue Bay Divers auf Bunaken.

Das Weitwinkel und das extreme Macro sind schon eingepackt..

Hammerhaie oder Weichkorallen mit womöglich symbiotisch lebenden Kleinkrebsen wären natürlich der ultimative Wahnsinn :shock:

Werde auf alle Fälle hinterher berichten und ein paar Fotos einstellen.

LG und viel Spaß, den Du sicher haben wirst,
Wolfgang

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