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WDW - Die Antworten der 2. Runde

Verfasst: 14 Dez 2008 20:00
von Belli
BildDas große mare-mundi
Wal & Delfin Wissens-Gewinnspiel
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WDW - Die Antworten der 2. Runde

1.)Flower Power
Was hat diese Blume mit Pottwalen zu tun?
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http://www.bruehlmeier.info/2133.htm

Zu dieser Frage gibt es ein paar Tipps:
a.) Es ist kein Gänseblümchen
b.) Es geht um Feindvermeidung

Zur Antwort gehören der Name der Blume und wann und warum sie bei Walen zum Einsatz kommt.

Antwort:
Bei der abgebildeten Blume handelt es sich um eine Gemeine Margerite, Leucanthemum vulgare.
Pottwale ordnen ihre Körper in einem schützenden Kreis an, bei dem die Schwanzflossen nach außen zeigen und die Köpfe nach innen. Man nennt dies die „Margeriten-Formation“. Pottwale zeigen dieses Verhalten, wenn zum Beispiel eine Schwertwalschule angreift, um Junge oder verletzte Alttiere zu schützen.
Nur wenige Räuber würden sich in die Nähe der peitschenden Schwänze und Fluken wagen, die ihnen auf diese Weise zugewandt sind.





2.) Walfang
Frage Glattwale und Walfang:

Der Südliche Glattwal gehörte zu den ersten Walarten, die intensiv gejagt wurden, bereits im 12. Jahrhundert. Ein großer Glattwal lieferte bis zu 25 t Öl, dazu rund 2 t Barten. Man fertigte daraus Korsettstangen, Regenschirm-Gestelle und sogar Stiefelspitzen.
Warum waren Glattwale einer der ersten, die gejagt wurden? Und warum wurden sie im englischen Raum ***** ***** genannt?

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http://www.patagoniaproject.net/2-explo ... bot02.html
(Dieses Foto ist bei einer Exkursion von Frank Wirth in Patagonien entstanden. Frank Wirth gehört die Walstation „Pico-Sport“ auf den Azoren.)

Antwort:
Unter den Walfängern galt der Glattwal als der „Richtige Wal“ (zu Englisch: Right Whale), weil sich der sehr langsame Schwimmer meist in Küstennähe aufhielt und ein harpunierter Kadaver wegen des hohen Fettgehalts lange an der Oberfläche trieb. Außerdem sind diese Wale gegenüber Booten sehr neugierig. Diese Tatsache brachte den Glattwalen den hunderttausendfachen Tod. Vom ursprünglichen Bestand der Art (etwa 300 000 Tiere vor 1800) wurden deshalb 99 % ausgerottet, nur etwa 1 % überlebte.





3.) Tierphysiologie
Tiere, die in den kalten Polarregion leben, oder sich zeitweise dort aufhalten wie die Wale müssen sich eine dicke „Haut“ wachsen lassen um nicht zu erfrieren. Wale haben sich dafür was ganz besonderes einfallen lassen ;).
a.) Wie heißt die Isolierungsschicht der Wale und welche Tiere haben noch so eine?
b.) Welcher Wal hat die dickste Isolierungsschicht?
c.) Und welche Nachteile bringt diese Schicht mit sich?
Für jede einzelne Antwort gibt es einen Punkt.

Antwort:
a.) Die Fettschicht der Wale wird Blubber genannt, sie dient als eine Art Isolierungsschicht. Auch bei Robben und Seekühen kann man Blubber finden. Blubber ist ein Ersatz für das Haarkleid und dient zur Wärmeisolierung sowie als Energiereserve.
Bei einigen in kalten Gewässern lebenden Arten kann diese Schicht mehr als 50 cm dick werden.
b.) Bei dieser Frage haben alle von euch einen Punkt bekommen, da ich vergessen habe in Relation zur Körpergröße dazuzuschreiben. Sowohl der Blauwal als auch der Grönlandwal haben eine sehr dicke Fettschicht.
Das neueste was ich gefunden habe war, dass der Blubber des Buckelwals der dickste aller Wale ist.
http://www.earth-themovie.ch/UNSERE-ERD ... rgrund.pdf
c.)Die Dicke des Blubbers birgt auch einige Gefahren: gerät ein Wal aus dem Wasser, kann die Isolationswirkung des Specks lebensgefährlich werden. Gestrandete Wale heizen sich bis zum Überhitzungsschock auf und haben außerhalb des kühlenden Wassers kaum Überlebenschancen.
Natürlich wurden auch viele Wale aufgrund ihres Blubbers gejagt, was eine weitere Gefahr darstellt.





4.) Azoren
Auf den Azoren werden wir vermutlich auch auf sie stoßen, die Vigias. Sie sind sehr wichtig für die Wal- und Delphin-Beobachtung und viele Besucher der Azoren sind ihnen nach ihrem Aufenthalt sehr dankbar :).
Von was ist hier die Rede?
Kurze Erklärung.

Antwort:
Bei Vigias da baleia handelt es sich meist um Aussichtstürme, die eine besonders gute Lage haben um einen Überblick über das Meer zu haben. Aber Vigias bezeichnet auch die Personen, die in den Türmen sitzen und nach Walen Ausschau halten.
Bei unserer Reise im Mai 2008 auf die Azoren durften wir auch einmal durch das Fernglas eines Vigias blicken.
Man stellt sich diesen Job vermutlich leichter vor als er ist, da man schnell irgendetwas für einen Wal hält, was gar keiner ist. Es bedarf sehr viel Übung um ein guter Vigias zu werden.
Die großen Wale werden anhand ihres Blas erkannt, die Delphine aufgrund ihrer Schulengröße und ihrer vielen Sprünge aus dem Wasser.
Die Aussichtstürme wurden auch schon beim Walfang genutzt.





5.)
Wem gehört diese Fluke (Schwanzflosse)?
Sie ist für einen Wal ganz charakteristisch.

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Antwort:
Diese Fluke gehört dem Narwal, Monodon monoceros.
Die Fluke ist im Gegensatz zu der anderer Wale konvex geformt, ihre Hinterkanten zeigen dadurch nach hinten und geben einem das Gefühl, dass die Fluke umgekehrt aussieht.


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