mm-Projekt: Lebensraumverlust auf La Digue stoppen!

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mm-Projekt: Lebensraumverlust auf La Digue stoppen!

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 05 Jan 2009 11:03

mare-mundi Studie & Projekt:
Kann der Lebensraumverlust auf der Seychelleninsel La Digue gestoppt werden?


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Wir zerstören was wir lieben - das trifft auch auf die bei Touristen besonders beliebte Seychelleninsel La Digue zu. Die wachsende örtliche Bevölkerung, der wachsende Tourismus, der enorme Bauboom, immer mehr Autos, ungeklärte Umweltfragen - all das führt dazu, dass der Lebensraum des endemischen und kritisch bedrohten Paradies-Fliegenschnäppers (Terpsiphone corvina) immer weiter eingeengt wird und die Insel zugleich ihren ursprünglichen Charme verliert.

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Paradies-Fliegenschnäpper, Männchen (Terpsiphone corvina)
Foto: Prof. Kristian Pfaller


Wie lange kann diese Entwicklung so weiter gehen, ohne dass der geschützte Vogel seinen Lebensraum verliert - und zugleich die beliebte Insel ihren Reiz? Gibt es realistische und ökologische Raumplanungs-Konzepte, die eine nachhaltige und konrollierte Entwicklung der Insel La Digue ermöglichen? Wie sieht die Inselbevölkerung das Problem? Gäbe es eine Mehrheit für Maßnahmen, die die Nachhaltigkeit und den Erhalt der Insel in den Mittelpunkt stellen? Gibt es überhaupt vernünftige Konzepte, einem kleinen Volk mit extrem wenig Lebensraum, der sich nicht vergrößern kann, eine wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen, ohne dass dabei die Ökologie und Nachlatigkeit auf der Strecke bleiben?

Eine interdisziplinäre Studie von mare-mundi.eu soll im Rahmen von Diplomarbeiten, Dissertationen und weiteren Arbeiten Antworten auf diese Fragen geben, die den örtlichen Behörden eine Entscheidungshilfe bieten sollen. Soziologen, Wirtschafts- und Tourismusexperten sowie Raumplaner sollen sich ebenso beteiligen wie Ökologen und Biologen.

Unterstützen Sie bitte unser ehrgeiziges Projekt im Interesse der Insel La Digue - dem Lebensraum des Paradies-Fliegenschnäppers! Wenden Sie sich an Dr. Robert Hofrichter mittelmeer@aon.at !

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Paradies-Fliegenschnäpper, Weibchen (Terpsiphone corvina)
Foto: Robert Hofrichter


Was wir brauchen
:arrow: Unterstützung der Behörden der Seychellen
:arrow: finanzielle Unterstützung von verschiedenen Seiten, um das Projekt umsetzbar zu machen - auch durch Liebhaber der Insel, denen die Zukunft von La Digue am Herzen liegt
:arrow: Kontakte zu Fachleuten & Experten verschiedener Disziplinen (gefragt sind alle relevanten Disziplinen zwischen Wirtschaftsentwicklung, Umweltpolitik, Soziologie, Raumplanung und Biologie & Ökologie.
:arrow: Diplomanden und Doktoranden verschiedener Disziplinen, die im Rahmen ihrer Arbeiten dieses Projekt vorantreiben
:arrow: Volontäre & freiwillige Unterstützer


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La Digue ist wunderschön - doch durch eine ausufernde und nicht ausreichend kontrollierte Entwicklung bedroht. Immer mehr Verbauung, Rodung des Waldes am Küstenplateau, immer mehr Bevölkerung, immer mehr Toursiten. Die Insel könnte in wenigen Jahren ihren ursprünglichen Charme - und streng geschütze und kritisch bedrohte Arten - verlieren. mare-mundi.eu will mit Ihrer Hilfe nach Konzepten und Lösungen suchen. Foto: Robert Hofrichter
Zuletzt geändert von Dr. Robert Hofrichter am 29 Sep 2009 09:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Andiline » 05 Jan 2009 22:11

Robert, ich finde, das solltest Du auch im Sey-Forum posten. Hoffe ja doch, daß sich dort einige Leute finden, die helfen, das Projekt zu finanzieren.

Gruß,
Andrea
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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 06 Jan 2009 10:28

Liebe Andrea

ja, das mach ich sicher, aber erst wenn alles perfekt ausgearbeitet und vorbereitet ist, das hier war erst die erste Info ... :)
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Beitrag von Caro » 06 Jan 2009 18:57

AUTOs auf LaDigue ??!!!??? :shock:

Reichte denn nicht die eine befestigte Straße ... mit dem Ochsenkarren kam man ja auch überall hin und vor allem mit dem Fahrrad !
Sogar ich, die (haltet Euch fest und es ist kein Scherz...) NICHT Radl fahren kann !!!!!

Doch, ich bin auch Radl gefahren - der Radlverleiher war schon fix&foxi mit mir :oops: Keines mit Stange (da komm´ ich nicht nauf), kein Hollandrad (zu schwer, da falle ich um damit), und umGottesWillen kein Mountainbike .... .... .
Irgendwann zog er das letzte Exemplar hinter seiner Hütte raus - ein undefinierbares - auf jeden Fall nicht zu schwer und auch ohne Stange ... .

Die Probefahrt über den Fähranleger hat die halbe Insel mit Spannung verfolgt - keine Rücktrittbremse !!!!!! :oops: - und es ging *hüstel*

DANN habe ich doch entdeckt, dass da ein Mensch so kleine Hoppelchen (=Pferde) gehabt hätte !!!!! Die brauchen keine Rücktrittbremse und DA MIT komme sogar ich überall hin ... aber egal - mein Mann bestand darauf, dass ich in die Pedale treten solle :lol:

So - das war ein kurzer Exkurs in Caros kleine Welt ...

BITTE BITTE, lieber Robert und Freunde ! Macht was !!!!
La Digue ist nix für "Mondän-Reisende" und auch nix für Autofahrer !!!!!!!! :cry:

Es ist die NATUR - die einzigartige faszinierende NATUR und nochmals die, die den reiz von LaDigue ausmacht.
Da können´s noch so viel bescheuerte Bacardi-Werbeclips in der Grande Source D´Argent drehen ....
DA HIN kann man auch LAUFEN !!!!!!! :twisted:

Liebe Grüße
Caro
"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS !" Zitat von Michael Aufhauser

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agi
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SEYCHELLES FLYCATCHER

Beitrag von agi » 06 Jan 2009 20:23

servus ROBERT...

was meinst du damit genau, ich denke es gibt ein program... ich versteh nicht ganz....

1. Das Hauptproblem ist demnach nicht die Prädation der eingeschleppten
Ratten und Katzen, sondern die extensiven Bereiche an den Rückausläufern der Strandvegetation, die eine gewisse Offenheit der Vegetation und große Blattbaumarten, gemischt mit Wiesenveg. und kleinräumig verzahnten Süßwasserveg. mit Hochstauden oder ähnlich...

2. Die Verbauung ist sicher ein Problem, aber wie stoppen????
(Es sind nicht alle Gebiete PARAD. FLYCATC. tauglich, aber mann kann relativ gut renaturieren wenn man will, ist meiner meinung nach nicht das Hauptgeldproblem)

Ich denke die Flächen die verkauft werden, sind sauteuer und in der Hand von Treuhändern aus dem Ausland, es muss also die Regierung reagieren...

3. Das Naturschutzgebiet ist randlich gar nicht schlecht, für die Fauna der Insel eh super, aber für die Vögel nicht brauchbar, denn es ist nicht das Lieblingshabitat, das sagt auch der dort zuständige Ranger..

also was tun, Rekultivierungsmaßnahmen in einem eigentlich falsch deklariertem Schutzstreifen....


31. Es muss von der Regierung eine IUCN BREEDING TASK geben, das ist so (Gesetzgbg. IUCN 2004), wenn sie Geld bekommen, und lt. Homepage ist das so... zuständig ist meines wissens die NATURE SEYCHELLES


4. was meinst du mit Diplomanten und Diss, welches Thema?

5. Es wäre sinnvoll, mit Geld After-breeding zu machen und ein Gebiet an der Gegenüberseite, wo nur die Einheimischen Leben zu schützen, aber schwierig... (Raumplaner, das i ned lache, dort geht es nach Familienzugehörigkeit, weiss ich aus erster Hand)

6. Ein Forum mit Nature Seychelles für Vogelschutz beim Bau (Raumkonzept), dass heißt, das die Flächen der Großgrundbesitzer, rechts neben dem Hubschrauberlandeplatz zu evaluieren und dafür geeignete Maßmahmen umzusetzen...

7. Die Regierung muss doch einen Plan haben, des gibst jo ned....

8. Nahrungsökologie: der Vogel braucht Spiders, und mittelgroße Fluginsekten in Blätternähe, und wichtig er braucht Süßwasser, die Leute locken ihn mit Bäder....

9. REsümee: ALso wenn man will, dann einfach Geld an die Richtigen LEUTE und die IUCN, NAUTURE Seychelles sollen gefälligst die Hausaufgaben machen

10. Was ist mit dem Gebiet der ehemaligen Plantagen, dort war ich sehr oft, dort sind auch jede Menge Flycatcher... kann man da eine Kleine Nutzungsextensivierung machen

11. Ich glaube, dass es wichtiger ist (als alles andere) einen guten Vegetationsökologen in das Hinterland (Süswasser mit den Fragmentarischen Kulturlandflächen) zu holen, einen Experten, der soll schauen, dass dort schnell gute Biotope entstehen, und nicht zu viele Fotographen und Touristen rum laufen,.... meine Meinung

12. Die Frage der Prädation zu klären, (Störung am Brutplatz).

13. Nicht zuletzt unseren eigenen Massentourismus überdenken, den wir Tag für Tag fördern und unterstützen....

Gute Nacht, wie sagt Michael Niavarani immer: SAUF DI AUN; ES IS JO E SCHAU OIS WURSCHT...

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Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 06 Jan 2009 23:20

Caro hat geschrieben:AUTOs auf LaDigue ??!!!??? :shock:
Es gibt zwischenzeitlich so viele, dass man eben nicht mehr in Ruhe radfahren kann ... zumindest nicht auf der Hauptstraße. Und die Touristen lassen sich mit Taxi zum Grande Anse fahren ... Eine Katastrophe ...
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Re: SEYCHELLES FLYCATCHER

Beitrag von Dr. Robert Hofrichter » 06 Jan 2009 23:28

agi hat geschrieben:servus ROBERT...

was meinst du damit genau, ich denke es gibt ein program... ich versteh nicht ganz....
Danke lieber Agi für die Anregungen!!! Ich werde die Punkte nach und nach in Ruhe durchgehen ... Tatsache ist, dass das La Vevue Reserve-Gebiet von innen aufgefressen wird, durch immer weitere Rodungen und immer mehr Bauprojekte. Eine weitere große Straße wurde quer durch das Gebiet gebaut. Zwischenzeitlich weiß man zwar, dass der Vogel in seinen Habitatansprüchen gar nicht so streng an diesen Wald geknüpft ist, aber er braucht auf alle Fälle die Feuchtgebiete, den Sumpf (es ist in der letzten Zeit oft sehr trocken und alle Sümpfe trocknen aus), offene Flächen, Insekten, große Bäume ... Vor unseren Augen wurde ein riesiger Takamakabaum gefällt und von Jahr zu Jahr siehst du, wie der Mensch auch noch die letzten Flächen verbaut.

Wie auch immer, ein extrem komplexes Thema, das uns sicher lange beschäftigen wird ... und es wird noch genug Zeit brauchen, bis daraus ein sinnvolles Projekt wird.
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