Bericht von Dakota über das Praktikum auf Krk

Ich habe das Buch von Robert Hofrichter ‘Im Bann des Ozeans’ als Geschenk bekommen, wodurch die Faszination für Meereskunde und der Schutz der Meere in mir (wieder) geweckt wurde. Als ich von der Möglichkeit eines Praktikums an der „Schule am Meer“ gehört habe, war für mich klar, dass ich diese Gelegenheit nutzen möchte, um mich von Gleichgesinnten inspirieren und weiterbilden zu lassen. Da ich noch kein Studium in dieser Richtung begonnen hatte war es eine wunderbare Nachricht, zu erfahren, dass ich trotzdem diese Stelle erhielt.

Meine Erwartungen waren sehr hoch und ich war ein bisschen nervös, ob diese erfüllt würden. Jedoch war nach kurzer Zeit auf Krk klar, dass ich mir darum keine Sorgen machen muss.

Schulklasse während einer Lektion im Wald

Ein Großteil der Arbeit besteht darin, sich unter fachkundiger Assistenz selbst weiterzubilden, um eine Anlaufstelle für die Schüler zu sein und diese bei den täglichen Schnorchelausflügen unterstützen und Ihnen die hiesigen Meerestiere beschreiben und zeigen zu können. Eine große Hilfe sind dabei die Kursleiter, die zusammen mit den Praktikanten und Robert das Team bilden.
Bei den Schnorchelgängen ist es sehr wichtig einen guten Überblick über das Schwimm- & Schnorchellevel und die Anzahl der SchülerInnen zu haben, da bei Wellengang schnell einige überfordert sind. Ein ‘kühler’ Kopf und bestimmtes Handeln mit einem zeitgleichen lockeren Umgang sind gefragt. Dies durfte ich direkt nach drei Tagen am eigenen Leib erfahren und war überrascht, wie viel es doch von einem abverlangt gleichzeitig zu reden, schnorcheln und den Überblick zu bewahren.
Bei den Vorträgen und Experimenten kann man immer wieder etwas Neues lernen, ob es verschiedene Fischfamilien sind, oder die Entstehung des Mittelmeeres und dessen spezifischen Eigenschaften und Merkmale.

wie funktioniert das Mittelmeer

Da ich erst zum Ende der Saison gekommen bin, hatte sich die Gruppe bereits sehr eingespielt, jedoch sind alle sehr aufgeschlossen und hilfsbereit und es ist ein Einfaches gewesen, Teil der Gruppe zu werden. Es ist ein breit gefächertes Team und es war sehr interessant die verschiedenen Wissenstadien kennenzulernen. Angefangen bei uns Praktikantinnen Paula, Alina und mir, die noch kein Studium begonnen haben, zu Celina die gerade Ihren Bachelor in Biologie macht, wo ich hoffe in 4 Jahren zu sein. Dann haben wir Alex, der schon jahrelange Erfahrung mitbringt und sehr involviert mit dem Verein MareMundi und seinen eigenen Tauchreisen ist. Und dann natürlich Robert und Freunde des Vereins, die vorbei kommen, wovon viele auch eingefleischte (Hobby-) Biologen aus vielen verschiedenen Richtungen sind.

Ein Highlight war für mich mein allererster Schnorcheltag. Ich musste mich noch an das Gefühl durch den Schnorchel zu atmen gewöhnen und meine Brille war ständig beschlagen während meine Flossen ineinander verhakten. Nach diesen ersten kläglichen Versuchen ging es steil bergauf und nach kurzer Zeit habe ich geschafft mein aller erstes Seeigelskelett vom Meeresboden zu holen, welches ich wie einen heiligen Gral behandle um es heil nach Hause mitnehmen zu können.

Seeigelskelett

Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Praktikum für alle sehr empfehlenswert ist, die sich entweder ein Studium der Biologie überlegen, oder schon dabei sind und Eindrücke sammeln möchten, da man einen sehr guten Einblick in die Tätigkeit eines Biologen bekommt und der Sinn für die Umwelt geschärft wird.

Text: Dakota Youngeagle

Redaktion: Dr. Walter Buchinger